Krüger-Haus – ein Besuchermagnet zum Tag des offenen Denkmals

Da jede halbe Stunde nur rund 30 Personen an einer Führung teilnehmen konnten, war etwas Geduld gefragt. Diese brachten die Gäste bei herrlichem Sonnenschein und blauem Himmel gern auf. Mit der Sonne um die Wette strahlte vor allem Stifterin Erika Krüger. Sie war vom Besucherandrang und der Resonanz, die ihr nach den Führungen entgegen gebracht wurde, überrascht. Viele Freiberger suchten das Gespräch, um sich persönlich für ihr Engagement in Freiberg zu bedanken.

Als sachkundige Begleiter informierten der Planer des Krüger-Hauses, Jürgen Voigt, und Bauleiter Jörg Voigt die Gäste über die Sanierung, wiesen auf Besonderheiten in den elf Ausstellungsräumen und im Stifterzimmer hin. So erfuhren die Besucher beim Gang zwischen Eingang und Dachgeschoss beispielsweise, dass es eine versteckte Treppe im Haus gab, die nun unter Glas zu sehen ist. Zukünftig zieht in das sanierte und rekonstruierte Gebäude die Mineralogische Stiftungssammlung aus Deutschland ein. 2011 soll das Krüger-Haus eröffnet. werden Es beherbergt dann auch jenes Zimmer, in dem künftig die Sitzungen des Stifterrates stattfinden.

Der 2007 verstorbene Stifter und Ehrensenator der Universität, Peter Krüger, kaufte 2004 das historische Gebäude am Schlossplatz. Seine Frau, Erika Krüger, begleitet seit Beginn der Bauarbeiten 2007 die behutsame und detailgetreue Sanierung und Renovierung. In den Bau flossen Fördermittel des Freistaates Sachsen, der Stadt Freiberg und der Dr.-Erich-Krüger-Stiftung. Nun erstrahlt das historische Gebäude, das stadt- und landesgeschichtliche Bedeutung besitzt, in außergewöhnlichem Glanz.

Das ehemalige Freihaus neben Schloss Freudenstein besitzt eine wechselvolle Geschichte. Sie reicht bis in die Zeit von Herzog Heinrich dem Frommen (1473 bis 1541). Sein Hofmeisters Rudolf von Bünau, der von 1505 bis 1532 an der Spitze des Hofstaates stand, erwarb das Grundstück um 1510. Später war es über 150 Jahre im Besitz der Familie von Schönberg, im 17. Jahrhundert kauften es die Wettiner. Bis Anfang der 1990er Jahre nutzte man es als Dienst- und Wohnhaus.

Fotos: Detlev Müller