Krüger-Haus am Schlossplatz trägt Richtkrone

Nach achtmonatiger Bauzeit feierten heute Bauherrin Erika Krüger, Handwerker, Planer und Bauarbeiter sowie Vertreter der TU Bergakademie Freiberg und der Stadt Richtfest im Krüger-Haus am Schlossplatz. Herzlich begrüßter Gast war der Sächsische Finanzminister Georg Unland.
Er überzeugte vor fünf Jahren als Rektor der Bergakademie das Stifter-Ehepaar Krüger zum Kauf dieses Hauses. Daran erinnerte auch Erika Krüger in ihrer kurzen Ansprache. Sie lobte die Arbeit der am Bau Beteiligten und dankte allen, die an der Sanierung des alten fast 500-jährigen Gebäudes beteiligt sind, zumal es einige Überraschungen bereit hielt. "Mit Köpfchen, Improvisationstalent und hohem handwerklichen Können haben sie alle Schwierigkeiten gemeistert. Noch verbergen zwar Planen die zukünftige Schönheit. Warten wir also ab, bis im kommenden Jahr die Hüllen fallen", rief sie den Anwesenden unter Beifall zu.

Zuvor hat Erika Krüger unter den bunten Bändern der Richtkrone traditionell den letzten Sparrennagel in den Dachstuhl eingeschlagen, assistiert von Zimmerermeister Holger Lange von der Zimmerei Lange aus Frankenstein, Ortsteil Memmendorf. In seinem Richtspruch heißt es: "Die Maurer und die Zimmerleut´, die haben keine Müh´ gescheut. Drum will auf sie mein Glas ich heben: Die Handwerksleut´ sollen leben!"

Ein Dankeschön an die Bauherrin und Stifterin sowie an die Planer und Bauarbeiter gab es auch vom Rektor der TU Bergakademie, Prof. Bernd Meyer. Er verwies auf die wechselvolle Geschichte des Hauses. "Das sanierte Gebäude wird künftig den Namen Krüger-Haus tragen. Damit erinnern wir an das außerordentliche Engagement des verstorbenen Stifters und Ehrensenators Peter Krüger und seiner Frau Erika für Freiberg und vor allem für die Universität."

Zur Erinnerung an das denkwürdige Richtfest erhielt Erika Krüger von Bauleiter Jürgen Voigt einen "halbfertigen Schlüssel" mit den Initialen KH. In das unmittelbar neben dem Schloss Freudenstein gelegene Krüger-Haus zieht die Stiftung Mineralogische Sammlung ein, die im Frühjahr 2008 an der TU Bergakademie Freiberg gegründet wurde. Ab 2011 können Besucher hier Minerale aus Deutschland bewundern. Die Exponate werden unter anderem aus der Pohl-Ströher-Mineralienstiftung sowie dem Bestand der TU Bergakademie Freiberg stammen. Für die Exponate werden auf drei Etagen rund 1.500 qm Ausstellungsfläche zur Verfügung stehen. Zusätzlich wird unter dem Dach ein Vortragsaal eingerichtet.

Zur Geschichte des Gebäudes: Das Amtshaus wurde für den Hofmeister von Herzog Heinrich dem Frommen, Rudolf von Bünau, gebaut, der 1505 bis 1532 an der Spitze des Hofstaates stand. Die Wettiner kauften es im 17. Jahrhundert als Amtshaus und nutzten es als kurfürstliches Verwaltungsgebäude. Bis Anfang der 1990er Jahre war es Dienst- und Wohnhaus. Danach stand es bis heute leer.

Foto von links: Zimmerer Holger Lange, Staatsminister Georg Unland, Bauherrin Erika Krüger, Rektor Prof. Bernd Meyer, Oberbürgermeister Bernd-Erwin Schramm und Prof. Gerhard Heide, der die Mineralstufe Quarz auf Hämatit aus Schneeberg hält, die künftig im Krüger-Haus zu sehen ist.

Ansprechpartner: 
Rektor Prof. Bernd Meyer