Konferenz "Sicher forschen und entwickeln" an TU Bergakademie Freiberg

"Auch wenn vom internationalen Terrorismus derzeit die größte Gefahr für Deutschland ausgeht, hat die Wirtschaftskriminalität ein hohes Gefährdungs- und Schadenspotenzial", schätzt Organisator Prof. Gerhard Ring, Direktor des Instituts für Europäisches Wirtschafts-und Umweltrecht, Inhaber der Professur für Bürgerliches Recht, deutsches und europäisches Wirtschaftsrecht an der TU Bergakademie Freiberg ein. "Speziell diese Problematik und wie diesen Tendenzen erfolgreich entgegen gewirkt werden kann, spielen eine Rolle in den Vorträgen der Referenten. Denn gerade bei den Wirtschaftsdelikten sehen wir infolge sich wandelnder wirtschaftlicher und technischer Rahmenbedingungen eine Veränderung der Straftaten und der Tatbegehung, da sich auch Wirtschaftsstraftäter mittlerweile ausgefeilter und moderner Techniken – wie beispielsweise des Internets – bedienen."

Die Konferenz eröffnete Ministerialrat Guido Müller, Referatsleiter Proliferation; Internationale organisierte Kriminalität; Controlling; Sicherheit im Bundeskanzleramt, mit seinem Vortrag zum Thema "Wirtschaftsschutz: Stabilitätsrisiken für die Sicherheit an globalen Märkten". Auf die Frage "Stellt der politische Extremismus gegenwärtig eine Gefahr für den demokratischen Verfassungsstaat in der Bundesrepublik Deutschland dar?" ging Prof. Eckard Jesse von der TU Chemnitz ein. Weitere Beiträge beschäftigten sich unter anderem mit der Wirtschaftsspionage, mit Wirtschaftskriminalität oder dem Risikofaktor Informationsabfluss.

Die Veranstaltung, die vom Kanzler der TU Bergakademie Freiberg, Dr. Andreas Handschuh, und Prof. Gerhard Ring von der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften organisiert wurde, erhielt Unterstützung von der SECURITAS GmbH und ACATRAIN, Verein für Weiterbildung an der TU Bergakademie.


Foto: Detlev Müller. Die beiden Organisatoren Dr. Andreas Handschuh (2.v.r.) und Prof. Gerhard Ring (3.v.r.) im Kreis der Referenten. Von links: Prof. Eckard Jesse, MR Guido Müller, Bernd-Erwin Schramm, Oberbürgermeister Freibergs, und Dr. Jörg Michaelis, Präsident des Landeskriminalamtes Sachsen. Rechts: Landespolizeipräsident Bernd Merbitz