Kann Fachwissen gefährlich für die Karriere werden?

Wie viel Fachwissen verträgt eine Karriere? Wie setze ich es geschickt ein und wozu ist Karriereplanung überhaupt notwendig? Diesen Fragen widmet sich ein Vortrag, der am Mittwoch, 1. Juli, um 16.15 Uhr im Großen Hörsaal Chemie im Winkler-Bau stattfindet.
Unter dem Titel "Berufseinsteiger in der Chemischen Industrie - ist Fachwissen schädlich für die Karriere?" beleuchtet Manfred Dressel verschiedene Aspekte des Berufsstarts. Der studierte Maschinenbauer war bis Ende 2008 Senior Vice President Global Polymers Manufacturing und Mitglied des erweiterten Vorstands beim weltweit drittgrößten Petrochemiekonzern LyondellBasell.

Prof. Martin Bertau vom Institut für Technische Chemie der TU Bergakademie organisiert die Veranstaltung gemeinsam mit dem Jungchemikerforum Freiberg. "Fachwissen ist als Basis sowohl für eine erfolgreiche Bewerbung als auch den Berufsbeginn unverzichtbar", so Martin Bertau. "Unternehmen greifen gern auf das Fachwissen zurück, es bestimmt also wesentlich die erste Einsatzstelle und auch das Anfangsgehalt." Trotzdem könne Fachwissen auch "gefährlich" sein. Nämlich dann, wenn man keine Fachkarriere, sondern eine Management-Karriere anstrebe. "Man muss das Klavier geschickt spielen und sich über den gezielten Einsatz seines Fachwissens einen guten Namen im Unternehmen erarbeiten und darauf aufbauend seine Management-Karriere vorbereiten", fasst der Chemiker zusammen. Wie das funktionieren kann, wird Manfred Dressel in seinem Vortrag ausführen. Eingeladen sind neben Studierenden auch Mitarbeiter der Universität sowie alle Interessierten.

Ansprechpartner: 
Prof. Martin Bertau