Ist das noch haltbar oder kann das weg?

Blick in den Kühlschrank © TU Bergakademie Freiberg
Wer kennt es nicht, der Joghurt im Kühlschrank ist seit zwei Tagen abgelaufen. Wieder ein Lebensmittel, das ungenutzt in den Müll wandert. Die Idee eines Freiberger Studenten könnte dies künftig verhindern.

Entwickelt hat sie Lucien Zippel. Der 22-jährige studiert Wirtschaftsingenieurwesen mit der Vertiefung Maschinenbau an der TU Bergakademie Freiberg. Durch seine Bachelorarbeit zum Thema Lebensmittelverschwendung innerhalb der Produktion kam ihm die Idee zur Hardwarelösung mit App. Bei seiner Recherche stieß er durch die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie auf eine Studie der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (http://www.bve-online.de/presse/infothek/publikationen-jahresbericht/fakt-ist-lebensmittelverschendung-infothek). „Aus dieser geht hervor, dass ein Drittel aller weltweit produzierten Lebensmittel weggeworfen werden. Das fand ich wirklich erschreckend und suchte nach einer Idee, wie wir als Endkonsumenten nachhaltiger mit unseren Lebensmitteln umgehen können“, erklärt Zippel. So entstand „Freshto". Die spezielle Hard- und Softwarelösung soll gewerblichen-, aber auch privaten Endkonsumenten einen schnellen und einfachen Überblick über die Haltbarkeit ihrer Lebensmittel ermöglichen.

(v.l.) Kevin Tost (TGFS), Katrin Naumann, Lucien Zippel, Lukas Manthey, Dr. Rocco Haustein © Christin Hiebner / TU Bergakademie FreibergMit seiner Idee überzeugte er auch die Jury des Gründernetzwerks SAXEED beim Freiberger Mini-Ideenwettbewerb am 6. Juli und wurde zum Gewinner gekürt. Bei diesem können Studierende ihre eigenen Ideen zur Unternehmensgründung vorstellen. Lucien Zippel setzte sich gegen Mitbewerber aus über 20 Einrichungen durch und durfte sich über eine Wild Card für das Inkubator-Programm sowie 100 Euro, gestiftet vom Technologiegründerfonds Sachsen, freuen. 

Und noch ein Freiberger Student konnte mit seiner Idee überzeugen: Lukas Manthey sicherte sich mit seiner Idee zu einem Sicherheitshelm mit justierbarer Kompaktkamera den dritten Platz. Den zweiten Platz belegten die beiden Studentinnen Karola Köpferl und Katrin Naumann von der Hochschule Mittweida mit ihrer Idee für ein Onlineportal, das dabei hilft, freie Pflegeheimplätze zu finden, zu vergleichen und direkt und unabhängig zu buchen.

Wenn auch Ihr kreative Köpfe seid und eine Idee zur Unternehmensgrüdung habt, dann stellt sie dem Gründernetzwerk SAXEED vor. Es unterstützt Euch bei der Existenzgründung und der Verwertung von Forschungs- und Entwicklungsergebnissen mit dem Ziel der Ausgründung. 

Und falls Ihr kreative Ideen habt, aber noch nach dem passenden Studiengang sucht, geht’s hier zu unseren Studienfächern im Überblick.