Irakische Fachkräfte loben Freiberger Ausbildung und Gastfreundschaft

Prof. Rudolph Kawalla, Institut für ...
15 irakische Ingenieure und technische Fachkräfte der staatlichen Firma Al-Shaheed aus Fallujah, Region Al Anbar, erhalten seit dem 19. Juli 2010 eine fachliche Weiterbildung am Institut für Metallformung der TU Bergakademie Freiberg. Die Fachleute wurden für den Aufenthalt in Freiberg durch das ira


Das Programm umfasst sowohl Vorlesungen als auch Übungen, Praxisversuche und Exkursionen in Unternehmen der Umformtechnik. „Wir vermitteln den Gästen in den zwei Wochen neue Kenntnisse über die Herstellung von Flachprodukten aus Kupfer und Kupferlegierungen“, berichtet Institutsdirektor Prof. Rudolf Kawalla. Dabei ist das Programm so gestaltet, dass die irakischen Gäste vor allem die Technologie kennen lernen und entsprechende Grundlagenkenntnissen dazu erwerben.

Die 15 Männer um Gruppenleiter Kadhim Al-Dolaimi beschäftigt sich im Irak mit der Verarbeitung von Kupfer. Dabei reichen die Aktivitäten ihres Betriebes, in dem 1500 Menschen beschäftigt sind, von der Kupferdrahtherstellung über Kupferplatten bis zum Gießen und Walzen von Kupfer. „Wir haben in den zwei Wochen Freiberg viel Neues gelernt, sowohl in der Theorie und vor allem in der Praxis. Wichtig für uns war, dass wir auch Probleme diskutieren und Lösungen finden konnten, die uns zu Hause ein Stück weiter bringen“, berichtet der Leiter der Gruppe. Ihn freut besonders, dass man auch künftig mit den Kollegen in Freiberg in Kontakt bleiben will. „Das ist für uns eine große Hilfe“, schätzt Kadhim Al-Dolaimi ein. Sein Dank und der seiner Männer richtet sich an alle Institutsmitarbeiter, besonders aber an Dr. Abdulkader Kadauw, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Maschinenbau. Durch seine Simultan-Übersetzungen aus dem Deutschen ins Arabische gab es keine Verständigungsschwierigkeiten.

„Die erste Gruppe von Fachleuten bildet den Auftakt für eine längerfristige Kooperation in den Irak“, sagt Prof. Kawalla. Doch es gibt noch einen weiteren Grund, warum die Verantwortlichen im Irak gerade die TU Bergakademie Freiberg, und speziell das Institut für Metallformung, ausgewählt haben. „Im Vorfeld haben Vertreter des irakischen Industrieministeriums verschiedene deutsche Orte inspiziert“, weiß Prof. Kawalla. „Die Wahl fiel schließlich auf Freiberg, weil wir sowohl durch unseren hohen Wissenstand als auch durch unsere modernen Labor- und Maschinenausstattungen überzeugen konnten.“

Neben der Arbeit lernten die irakischen Gäste auch dies Stadt und das Erzgebirge kennen, ein Ausflug führte sie nach Dresden. Rundum zufrieden und ausgestattet mit neuem Wissen und praktischen Kenntnissen geht es am 30. Juli wieder zurück in den Irak. „Wir haben uns in Freiberg sehr wohl gefühlt. Es ist eine sehr schöne Stadt mit freundlichen und hilfsbereiten Menschen. Alles hat uns sehr beeindruckt“, lobt Gruppenleiter Kadhim Al-Dolaimi, die umstehenden Kollegen nicken dazu freundlich lächelnd.

Foto: Eckardt Mildner. Prof. Kawalla erläutert den Gästen aus dem Irak die Maschinen im Technikum.
Ansprechpartner: 
Prof. Rudolf Kawalla