Internationales: TU Bergakademie Freiberg stärkt Hochschulkooperation in Mittelasien

Samarkand, eine bedeutende kulturhistorische Stadt in Mittelasien, u.a. Heimat d
Seit November arbeitet die TU Bergakademie Freiberg nun auch auf Hochschulebene mit dem Staatlichen Bergbauinstitut Navoi zusammen. Damit wird der jahrelange Austausch der Freiberger Professur für Bergbau-Tagebau und dem usbekischen Bergbauinstitut fest verankert.

Navoi ist ein global bedeutendes Zentrum des Bergbaus in Usbekistan. Das Berg- und Hüttenkombinat Navoi, in der Wüste Kysylkum gelegen, kann auf eine jährliche Goldproduktion in einem Wert von rund fünf Milliarden US Dollar verweisen. Als Nebenprodukt werden unter anderem Silber und Seltene Erden gewonnen. Die Region verfügt zudem über eine bedeutende Produktion an Uran und Phosphaterz. In Usbekistan werden des weiteren Kupfer und Kohle abgebaut sowie Erdgas gewonnen.

Das Bergbauinstitut Navoi bildet in den Fakultäten für Bergbau, für Metallurgie und Chemische Technologie die Fachkräfte für die Region aus.

Am 26. und 27. Oktober fand auf Anregung des usbekischen Präsidenten Schawkat Mirsijojew in Navoi die erste internationale Konferenz zur Entwicklung der Region Zarafshan statt. Bergbauprofessor Carsten Drebenstedt nutzte die Gelegenheit, die Expertise der TU Bergakademie Freiberg in der Sektion Geologie, Geotechnologie und Aufbereitung vorzustellen. Im Gespräch mit dem Rektor und Generaldirektor des Kombinates in Navoi, Prof. Kuvandyk Sanakulov, wurden die gegenseitigen Interessen vertieft. Die Kooperationsvereinbarung sieht die Intensivierung der Zusammenarbeit in Lehre und Forschung vor.

„Für die Ausbildung bestehen durch den erst im letzten Jahr in Betrieb genommenen neuen Campus und durch die Nähe zur Praxis und zu innovativen Technologien exzellente Bedingungen“, bescheinigt Prof. Drebenstedt, dessen Erwartungen bei dem Besuch übertroffen wurden.

Zur internationalen Tagung waren Teilnehmer aus rund 20 Länder angereist, u.a. aus den USA, Kanada, Italien, Großbritannien und Österreich. Neben dem wissenschaftlichen Austausch wurde der Technologiepark in Navoi besucht, wo Investoren sehr gute Bedingungen vorfinden.

Studenten aus Usbekistan kommen seit der Unabhängigkeit des Landes im Jahr 1991 vereinzelt zum Studium oder zu Forschungsaufenthalten nach Freiberg. Seit dem Jahr 2002 bestehen die Kontakte von Prof. Drebenstedt in das zentralasiatische Land. Aktuell sind zwei Studenten aus Usbekistan an der TU Bergakademie Freiberg eingeschrieben.

Ansprechpartner: 
Prof. Dr. Carsten Drebenstedt, Tel.: 03731/39-3373