Intelligente Filter für innovative Leichtbaukonstruktionen. Forschung präsentiert sich in Dresden

Schaumkeramikfilter auf Basis von Aluminiumoxid für die Aluminiumschmelzefiltrat
Wissenschaftler und Doktoranden der TU Bergakademie Freiberg präsentieren Forschung und Ergebnisse aus dem Sonderforschungsbereich „Multifunktionale Filter für die Metallschmelzefiltration - ein Beitrag zu Zero Defect Materials“ auf der 4. Internationalen Konferenz Cellular Materials in Dresden.

Hochtechnologie-Produkte der Zukunft basieren auf hochreinen, fehlerfreien Werkstoffen, die eine gleichmäßige Einstellung der chemischen Zusammensetzung und eine verstärkte Kontrolle des Reinheitsgrades der metallischen Werkstoffe erfordern. Wissenschaftler und Doktoranden aus elf Instituten und vier Fakultäten der TU Bergakademie Freiberg erforschen seit fünf Jahren, wie anorganische nichtmetallische Einschlüsse in Metallschmelzen durch den Einsatz intelligenter Filterwerkstoffe bzw. Filtersysteme aus Keramik reduziert werden können. Zum Team gehören Materialwissenschaftler, Verfahrenstechniker, Physiker, Mathematiker, Metallgießer, Informatiker u.a. Die neuartigen Filter sollen leichtere, fehlerfreie und damit sichere Werkstoffe ermöglichen – für einen Innovationsschub in Sicherheits- und Leichtbaukonstruktionen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt das anspruchsvolle Vorhaben des SFB 920 bereits in der zweiten Förderperiode mit rund 2,38 Millionen Euro pro Jahr. 

Mitglieder des SFB 920 in der „Special Session CRC 920“ auf der CellMAT 2016 in DresdenIn einer eigenen Session zum Thema „Multifunctional carbon-bonded filters for metal melt filtration“ werden die Forschungsergebnisse des auf der CellMAT 2016 einem breiten Fachpublikum vorgestellt. In 13 Vorträgen und einem Posterbeitrag wird die gesamte Innovationskette von der Filtermaterialentwicklung, der Modellierung der Mikro- und Makrostruktur sowie der Filtergeometrie über die einschlussreduzierte Metallschmelze bis hin zum angepassten höchstbeanspruchbaren metallischen Bauteil präsentiert.

Die CellMAT bietet Forschern, Herstellern und Anwendern von zellularen Materialien aus aller Welt alle zwei Jahre die Gelegenheit, sich auszutauschen. Schwerpunkt der CellMAT 2016 ist die Fertigung, Modifikation, Fügetechnik, Eigenschaftsanalyse und Modellierung zellularer Materialien. Internationale Experten halten Vorträge über Anwendungen in der Automobilindustrie und im Transportwesen, im Maschinenbau, für Chemie- und Energiesysteme, für Umweltschutzzwecke oder für mikro- und medizintechnische Geräte und Funktionen. Organisator der 4. CellMAT 2016 vom 7. bis 9. Dezember in Dresden ist die Deutsche Gesellschaft für Materialkunde.

Weitere Informationen zur 4. CellMAT 2016: https://cellmat.dgm.de/home

Zum Sonderforschungsbereich: http://tu-freiberg.de/forschung/sfb920  

Ansprechpartner: 
Undine.Fischer@ikgb.tu-freiberg.de