Hochschulkooperation mit dem Irak

Am 10. August 2009 besuchte eine hochrangige Delegation der kurdischen Regionalregierung die TU Bergakademie Freiberg, um sich vor Ort über die Studien- und Forschungsbedingungen zu informieren.

"Wir sind stolz darauf, dass wir zu den vier Universitäten in Deutschland gehören, die der DAAD für eine Vollförderung im Bereich deutsch-irakische Hochschulkooperation ausgewählt hat", sagt der Prorektor für Außenbeziehungen, Prof. Dr. Christoph Breitkreuz. Eingeworben haben die Mittel Prof. Broder Merkel vom Institut für Geologie und Prof. Jürgen Bast vom Institut für Maschinenbau. "Die Autonome Region Kurdistan unternimmt gegenwärtig enorme Anstrengungen, um sich zu entwickeln. Wichtige infrastrukturelle Bereiche wie die Erkundung von Lagerstätten und Wasserresourcen sind in dem bis vor wenigen Jahren noch stark bedrängten Land schwach ausgeprägt.", betont Breitkreuz. Er brachte beim Empfang der irakischen Delegation zum Ausdruck, dass die TU Bergakademie Freiberg und die Industrie der Region in den Bereichen Wasserressourcen, Energietechnologie und Materialwissenschaft kompetente Partner sind.

Auf Einladung des DAAD bereist der Hochschul- und Forschungsminister der Autonomen Region Kurdistan, Dr. Idries Hadi Salih, gemeinsam mit weiteren Regierungsvertretern aus dem Bildungsbereich noch bis zum 14. August verschiedene Universitäten in Deutschland. Der erste Besuch galt am Montag, dem 10. August, der TU Bergakademie Freiberg. Nach Gesprächen mit der Universitätsleitung und einem Besuch des Schlosses Freudenstein ließ sich die Delegation die Versuchshallen und Labore der Institute für Maschinenbau und Metallformung sowie des Gießerei-Instituts zeigen.

Im Oktober reist eine Delegation aus Freiberg im Rahmen des DAAD-Projektes in den Irak. Bereits Anfang Dezember 2009 soll der erste Workshop in Freiberg durchgeführt werden. Neben der TU Bergakademie Freiberg erhalten die TU Berlin (für Informatik), die TU Dortmund (für Regional- und Raumplanung) und die Universität Erlangen-Nürnberg (Betriebswirtschaftslehre) Fördermittel zum Aufbau von deutsch-irakischen Ausbildungsprogrammen.

Personen auf dem Foto v.l.: Prof. Jürgen Bast und Dr. Abdulkader Kadauw vom Institut für Maschinenbau an der TU Bergakademie Freiberg, Dr. Ahmed Anwar Dezaye, Direktor für Stipendienprogramme und Kulturelle Beziehungen und Dr. Idries Hadi Salih, der Hochschul- und Forschungsminister der Autonomen Region Kurdistan, Republik Irak.

Ansprechpartner: 
Prof. Christoph Breitkreuz