„Heinisch-Stiftung“ für die Geowissenschaftlichen Sammlungen in Freiberg

Rhodochrosit von der Grube Wolf in Herdorf/Siegerland in Rheinland-Pfalz
Die mit einem Kapital von 1,5 Millionen Euro ausgestattete Stiftung ist die erste kapitalstarke und vom Förderverein VFF gegründete und betreute Stiftung zu Zwecken der TU Bergakademie.

Die „Günter Heinisch-Stiftung des Vereins der Freunde und Förderer der TU Bergakademie Freiberg für die Geowissenschaftlichen Sammlungen in Freiberg" gründet sich auf den Erbanteil des im Jahr 2013 verstorbenen Günter Heinisch aus Hof in Oberfranken. Heinisch hat den Verein der Freunde und Förderer der TU Bergakademie Freiberg (Förderverein VFF) als Miterben eingesetzt. Am 19. Mai fand die konstituierende Sitzung der „Heinisch-Stiftung“ statt.

Günter Heinisch war leidenschaftlicher Mineraliensammler, der über den Verein als langjähriger Spender für die Geowissenschaftlichen Sammlungen auftrat. Die mit einem Kapital von 1,5 Millionen Euro ausgestattete Stiftung ist die erste kapitalstarke und vom Förderverein VFF gegründete und betreute Stiftung zu Zwecken der TU Bergakademie. Die gemeinnützigen Stiftungsziele sind die wissenschaftliche Betreuung und Erweiterung der Sammlungen, die Förderung innovativer Forschungsansätze, die mit den Sammlungen in Bezug stehen, und die Förderung öffentlicher Bildungsangebote mit den Sammlungen.

Die Heinisch-Stiftung ist ein Spiegel für die weltweit hohe Ausstrahlung der Freiberger Mineraliensammlungen, insbesondere der terra mineralia. Es zeigt auch, wie langjährige persönliche und vertrauensvolle Kontakte von Bergakademisten in die Welt zu glücklichen Hinterlassenschaften führen können. Diese sind morgen notwendiger und fördernder als heute.

Günter Heinisch (re.) und Andreas Massanek, Geschäftsführer der Geowissenschaftlichen Sammlungen und Kustos der Mineralogischen Sammlungen, bei einer Führung in der terra mineralia im Oktober 2008 (c) Karlheinz Gerl Günter Heinisch (1931-2013), Sohn eines Rechtsanwalts, legte 1949 auf dem Humanistischen Gymnasium seine Abiturprüfung ab. Aufgrund der damals unsicheren wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse verzichtete er auf ein Universitätsstudium und absolvierte eine Banklehre. Nach der Lehrzeit wechselte Heinisch als Bankkaufmann für vier Jahre an die Niederlassung der Dresdner Bank in Nürnberg. 1957 folgte er einem Angebot des damals schon berühmten Porzellanherstellers Rosenthal, in der kaufmännischen Hauptverwaltung in Marktredwitz tätig zu werden. Bei diesem Unternehmen blieb Günter Heinisch bis zu seinem altersbedingten Ausscheiden nach vielen Jahren in führender Position als Leiter des Finanz- und Rechnungswesens einer Tochterfirma. Der überzeugte Oberfranke aus Hof hatte viele Hobbys, unter anderem war er leidenschaftlicher Mineraliensammler.

 

Günter Heinisch war als aktiver Sammler von der Mineralogischen Sammlung in Freiberg sehr beeindruckt. Aber nicht nur die Minerale hatten es ihm angetan, auch die Aktivitäten der Mitarbeiter wie regelmäßig organisierte Sonderausstellungen in Freiberg oder zahlreiche Auftritte auf Mineralienmessen und Vortragsveranstaltungen außer Haus. Deshalb beschloss Günter Heinisch, die Geowissenschaftlichen Sammlungen zu unterstützen.

Ansprechpartner: 
Prof. Jürgen Kretzschmar (VFF),Tel.-2661