Gute Chancen für Maschinenbau-Ingenieure

Gruppenbild mit allen Projektteilnehmern
TU Bergakademie Freiberg und VDMA starten gemeinsames Maschinenhaus-Transferprojekt für größeren Studienerfolg

Höhere Einschreibezahlen, kürzere Studiendauer, mehr Studienerfolg – das will die TU Bergakademie Freiberg. „Wir bieten unseren Studierenden nicht nur eine erstklassige Lehre, sondern auch eine individuelle Betreuung für jeden Einzelnen“, sagt Prof. Dr.-Ing. Matthias Kröger, Studiendekan des Studiengangs Maschinenbau. „Trotzdem gibt es beim Studienerfolg noch Potenzial, das wir ausschöpfen wollen.“ Der anstehende Generationenwechsel in der Branche – bis zum Jahr 2025 müssen deutschlandweit rund 32.000 Stellen wiederbesetzt werden – veranschaulicht den Bedarf an gut ausgebildeten Ingenieuren und verspricht den aktuell Studierenden beste Karrierechancen. 

Deshalb startet die Fakultät für Maschinenbau, Verfahrens- und Energietechnik heute zusammen mit dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) und dem HIS-Institut für Hochschulentwicklung e.V. (HIS-HE) ein Maschinenhaus-Transferprojekt. Die VDMA-Initiative verfolgt das Ziel, dass möglichst alle Studierenden erfolgreich ihr Studium beenden, damit mehr Ingenieurinnen und Ingenieure dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. „Die TU Freiberg tut schon sehr viel, um die Studiensituation und somit Erfolge zu ermöglichen“, betont Michael Patrick Zeiner vom VDMA. „In den Workshops arbeiten wir gemeinsam daran, entsprechende Ideen zu konkretisieren und umzusetzen.“  

Verständnis für Technik im Alltag

Sowohl im Bachelor als auch im 2013 wiedereingeführten Diplomstudiengang Maschinenbau setzen die Lehrenden und wissenschaftlichen Mitarbeitenden der TU Freiberg einiges daran, die Motivation im Studium zu stärken. „Ein Praktikum im ersten Semester wird den Studierenden zeigen, dass Technik den Alltag prägt wie beispielsweise Fahrräder, Bohrmaschinen oder Waschmaschinen“, erklärt Prof. Kröger. „Dadurch führen wir sanft ins Studium ein und wecken Verständnis maschinenbaulicher Prozesse.“ Ab diesem Jahr bietet die Fakultät den Maschinenbau mit verbesserten Studienbedingungen speziell für den Sommersemesterstart an. „Das verkürzt die Wartezeit für viele Studierwillige“, so Kröger. 

Mit der TU Bergakademie Freiberg startet das 39. Maschinenhaus-Transferprojekt des VDMA an einer deutschen Hochschule. Alle teilnehmenden Hochschulen erhalten zum Abschluss das „Maschinenhaus-Teilnahmezertifikat“ und werden damit in den Kreis der Transfer-Hochschulen aufgenommen. 

Über das Maschinenhaus – die VDMA-Initiative für Studienerfolg 

Das Maschinenhaus als Campus für Ingenieurinnen und Ingenieure besteht aus zwei Phasen: Gemeinsam mit dem Partner, dem Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung, wurde das theoretische Fundament gelegt. In der ersten Phase wurden die Studienbedingungen in den Fachbereichen und Fakultäten des Maschinenbaus und der Elektrotechnik analysiert. Daraus entstand das Referenzmodell für gute Lehre, das mithilfe einer Befragung aller Hochschulen weiter ausgearbeitet wurde. Phase zwei läuft seit 2013. Mit mehreren VDMA-finanzierten Beratertagen an Hochschulen im gesamten Bundesgebiet gelangt die Theorie in die Hochschulpraxis. Eine Toolbox mit den erfolgreichsten Maßnahmen, Indikatoren und Instrumenten übersetzt das Konzept für die Praxis. Im „Erfahrungsaustausch (ERFA) Maschinenhaus“ kommen Fachleute von Hochschulen zweimal jährlich zusammen, um über aktuelle Fragen rund um das Thema Qualitätsmanagement und Lehre zu diskutieren. Darüber hinaus vergibt der VDMA im Jahr 2017 zum dritten Mal den mit 150.000 Euro dotierten Hochschulpreis. Er honoriert Konzepte für die Erreichung von mehr Studienerfolg und setzt damit ein Zeichen für die Bedeutung der Lehre an den Hochschulen. http://www.vdma.org/maschinenhaus   

Informationen zum Maschinenbau-Studium: http://tu-freiberg.de/studium/studienangebot/maschinenbau-diplom 

Interview mit einem Freiberger Maschinenbau-Absolventen: http://tu-freiberg.de/presse/maschinenbau-absolvent-der-tu-freiberg-nun-am-cern-in-genf

Ansprechpartner: 
Prof. Matthias Kröger, Tel. 03731 39-2997