Goldene Diplome für Tiefbohr-Jahrgang um Prof. Klaus-Ewald Holst und Prof. Hans-Jürgen Kretzschmar

v.l.n.r.: Dieter Schiemann, Dr. Jürgen Jesse, Prof. Dr.-Ing. habil. Hans-Jürgen
Am 10. Juni überreichte Rektor Prof. Dr. Klaus-Dieter Barbknecht den Absolventen des Tiefbohrer-Jahrganges 1967 ihre Goldenen Diplome. Mit diesen ehrt die Universität das 50-jährige Jubiläum des Studienabschlusses sowie die enge Verbundenheit zur Alma Mater Fribergensis.

Von 30 Immatrikulierten, die 1962 ihr Studium begannen, erreichten 17 Studierende das Diplom „Tiefbohrtechnik und Erdölgewinnung“, darunter auch die erste Studentin dieses Fachgebietes, Ingrid von Stein-Lausnitz. Das 1962 gegründete Tiefbohrtechnik-Institut (heute Institut für Bohrtechnik und Fluidbergbau) wurde von Prof. Werner Arnold als Institutsdirektor geleitet. Ihm verdankt die TU Bergakademie Freiberg wirkungsvolle Aktivitäten wie die Gründung des Berg- und Hüttenmännischen Tages (heute Freiberger Universitätsforum BHT) sowie die Wiedergründung des Fördervereins „Freunde und Förderer der TU Bergakademie Freiberg e.V.“ im Jahr 1990. In diesem sind bis heute zahlreiche Absolventen des Tiefbohrer-Jahrganges 1967 tätig.

Zu ihnen zählen neben Dieter Schiemann, Dr. Jürgen Jesse, Walter-Wulf Brandt, Hanns-Jürgen Döll und Karl-Heinz Fischer auch die Jubilare Ehrensenator Prof. Klaus-Ewald Holst, langjähriger Vorstandsvorsitzender der VNG in Leipzig und ehemaliger Vorsitzender des Vereins der Freunde und Förderer der TU Bergakademie Freiberg, sowie der Ehrenbürger der TU Bergakademie Freiberg Prof. Hans-Jürgen Kretzschmar, Geschäftsführer des Vereins der Freunde und Förderer der TU Bergakademie Freiberg (VFF).

Prof. Holst begann unmittelbar nach seinem Studium 1968 beim VEB Verbundnetz, Direktion Gas in Leipzig zu arbeiten und war an der Entwicklung eines einheitlichen Netz-, Verdichter- und Speichersystems sowie dem Aufbau von Untergrundgasspeichern beteiligt. Von 1999 bis 2010 war er als Vorstandsvorsitzender der VNG tätig. Für seine außerordentlichen Verdienste um die TU Bergakademie Freiberg und den Verein der Freunde und Förderer wurde er 1995 zum Ehrensenator der TU Bergakademie Freiberg und im Jahr 2010 zum Ehrenvorsitzenden des Vereins ernannt.

Prof. Kretzschmar war nach seinem Studium zunächst in der Erdölindustrie und im DBI Freiberg tätig und von 1993 bis 2006 Geschäftsführer der DBI Gas- und Umwelttechnik GmbH in Leipzig/Freiberg. Seit 1995 hielt er Vorlesungen zur Technologie und Modellierung untertägiger Erdgasspeicher an der TU Clausthal, wo er 2002 zum Honorarprofessor für das Fachgebiet der „Untertagespeichertechnik (Porenspeicher) ernannt wurde. 1998 gründete er an der TU Bergakademie Freiberg das An-Institut „DBI-Gastechologisches Institut (DBI-GTI)“, um die Gasforschung zwischen DBI und Bergakademie zu bündeln. Sein Netz wissenschaftlicher Zusammenarbeit erstreckt sich neben der TU Bergakademie Freiberg und der TU Clausthal über die Montanuniversität Leoben, die Berg- und Hüttenakademie Krakau, die TU Miskolc, Frankreich, die Niederlande, bis nach Mailand und Ankara. Als Alumnus ist Prof. Kreztschmar seit 1993 Mitglied im VFF, zu dessen Geschäftsführer er im Jahr 2007 gewählt wurde.