Freiberger Universitätsbibliothek erfolgreich im nationalen Bibliotheksranking

Besonders erfolgreich war die Bibliothek in der Kategorie Entwicklung, wo sie den vierten Platz erreichte. Hierbei wird die Fortbildung der Mitarbeiter gemessen. Mit 5,8 Tagen pro Mitarbeiter fällt diese höher als der bundesdeutsche Durchschnitt aus. Über dem Bundesdurchschnitt liegen auch die wöchentlichen Öffnungszeiten, die Ausgaben für Literatur bzw. Information pro Nutzer und die „sofortige Medienverfügbarkeit“. In Freiberg ist in 91 Prozent der Fälle die von den Benutzern gewünschte Literatur sofort verfügbar.

„Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden, denn es zeigt, dass unsere Anstrengungen, Angebot und Service stetig zu verbessern, erfolgreich sind“, sagt Katrin Stump, die Direktorin der Universitätsbibliothek. So habe man unter anderem in den letzten Jahren die Öffnungszeiten umfangreich erweitert und das Angebot an elektronischen Medien permanent ausgebaut. Auch die Zahl der Veranstaltungen zur Verbesserung der Informationskompetenz der Studierenden sei gestiegen. „Unser Ziel ist, die Freiberger Studenten im effizienten und kompetenten Umgang mit Informationen zu schulen”, sagt Stump.

„Der Leistungsvergleich zeigt allerdings auch, in welchem Bereich wir schlecht abschneiden: Beim Raumangebot liegen wir deutlich unter dem bundesdeutschen Durchschnitt. Ein neues Bibliotheksgebäude, das den räumlichen Anforderungen an eine moderne Universitätsbibliothek entspricht, bleibt daher unser dringlichstes Anliegen“, so Stump.

Zum zwölften Mal hatte der Deutsche Bibliotheksverband die Ergebnisse des Bibliotheksindex BIX, eines bundesweiten Vergleichs von Bibliotheken, veröffentlicht. 236 wissenschaftliche und öffentliche Bibliotheken nahmen in diesem Jahr teil. 17 Leistungsindikatoren zu Angebot, Nutzung, Effizienz und Entwicklungspotential wurden ermittelt und zur Rangliste zusammengefasst.

Bibliotheken sind nach wie vor starke Publikumsmagneten. Im letzten Jahr besuchten 200 Millionen Menschen 10.855 Bibliotheken in Deutschland und entliehen rund 466 Millionen Medien. Damit sind Bibliotheken die am stärksten genutzten Kultur- und Bildungseinrichtungen in Deutschland und liegen mit ihren Besucherzahlen weit vor Kinos, Museen, Theatern oder Fußballstadien.

Ansprechpartner: 
Cornelia Riedel