Freiberger Forschungs- und Lehrbergwerk tritt Grubenwehrverbund bei

(v.l.) Frank Reuter (Leiter Grubenbetrieb des FLB), Rektor Prof. Dr. Klaus-Diete
Um auch künftig das Grubenrettungswesen im Forschungs- und Lehrbergwerk (FLB) der TU Bergakademie Freiberg sicherzustellen, ist die Universität als langjähriger Kooperationspartner am 24. Mai dem sächsischen Grubenwehrverbund beigetreten.

Die Grubenwehr in Mittelsachsen steht vor einer Restrukturierung. Große Betriebe wie die Wismut GmbH werden nach Fertigstellung ihrer Sanierungsarbeiten in Sachsen ihre leistungs- und mannstarke Grubenwehre langfristig reduzieren müssen. Das stellt das Grubenrettungswesen in Mittelsachsen vor große Herausforderungen. „Kleinere Betriebe oder Besucherbergwerke haben oft nicht genügend Personal, um eine eigene Grubenwehr betreiben zu können. Auch unser Forschungs- und Lehrbergwerk, als einer der größten untertägigen Grubenbetriebe in Sachsen, ist auf Unterstützung angewiesen“, erklärt Prof. Dr. Helmut Mischo, Wissenschaftlicher Direktor des FLB der TU Bergakademie Freiberg.

Die Freiberger Professur für Rohstoffabbau und Spezialverfahren unter Tage, die Wismut GmbH, die Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie, lokale Bergbau- und Bergsicherungsbetriebe sowie das Sächsische Oberbergamt in Freiberg engagieren sich seit mehreren Jahren im Bereich der Reorganisation des Grubenrettungswesens im mitteldeutschen Raum. Im Jahr 2013 gründete die Wismut GmbH mit drei Bergbauunternehmen (GEOMIN, Erzgebirgische Fluss- und Schwerspatwerke GmbH, Bergsicherung Sachsen) einen Grubenwehrverbund. In diesem lässt auch die TU Bergakademie Freiberg ihr Grubenwehrpersonal ausbilden. Diese seit vier Jahren bestehende Kooperation wird nun mit der Aufnahme als offizieller Verbundpartner erweitert. Rektor Prof. Dr. Klaus-Dieter Barbknecht, Prof. Dr. Helmut Mischo und Michael Vater von der Wismut GmbH unterzeichneten den Eintritt.

„So können wir auch beim weiteren Ausbau unseres Forschungs- und Lehrbergwerkes die Sicherheit und Rettung unter Tage sicherstellen“, freut sich Rektor Prof. Dr. Klaus-Dieter Barbknecht. Die Grubenwehr ist ein unverzichtbarer Bestandteil eines Bergwerkes. Im Ernstfall muss sie Menschen unter Tage retten oder nach Unglücken die Grube sichern. Um bereits den Studierenden die Arbeit der Grubenwehr näher zu bringen, hat die Universität im Wintersemester 2015/16 das Modul ‚Studentische Grubenwehr’ eingeführt. In dem zweisemestrigen Kurs lernen die Studenten neben der praktischen Arbeit einer Gruben- und Gasschutzwehr auch die theoretischen Abläufe des Rettungsmanagements bei Vorfällen und Unglücken kennen (http://tu-freiberg.de/presse/neues-studienmodul-sicherheit-im-bergwerk). 

Mehr Informationen unter: 

Aufgaben der Grubenwehr