Freiberger Energie- und Ressourcenwirtschaftler als „BestMaster“ ausgezeichnet

Philip Mayer in seinem Büro © TU Bergakademie Freiberg
Was passiert, wenn Großbritannien aus der Kohleverstromung austritt? Mit dieser Frage beschäftige sich Philip Mayer in seiner Masterarbeit und analysierte mithilfe eines Strommarktmodells verschiedene Zukunftsszenarien. Der Springer-Verlag zeichnete die Arbeit als eine der besten Deutschlands aus.

Der 29-Jährige Philip Mayer kam 2014 für sein Masterstudium der Energie- und Ressourcenwirtschaft nach Freiberg: „Die TU Freiberg war für mich damals erste Anlaufstelle, da ich mich mit der Energiewirtschaft in seiner Gesamtheit befassen wollte. Das umfangreiche Lehrangebot des Masters ‚Energie- und Ressourcenwirtschaft’ machte dies möglich“. Bereits während seiner Studienzeit beschäftigte er sich mit der Modellierung von Energiemärkten. In seinem Praktikum am Forschungszentrum Jülich, mit dem die TU Bergakademie Freiberg eng zusammenarbeitet, lernte er die dafür nötigen Computerprogramme kennen. Mit diesen lassen sich die ökonomischen Auswirkungen spezieller Szenarien, wie beispielsweise der Austritt Großbritanniens aus der Kohleverstromung, simulieren. Das Modell zeigt unter anderem, wie sich die Preise auf dem Strommarkt verändern oder welchen Einfluss verschiedene Entwicklungspfade auf die Import- und Exportstruktur eines Landes haben. Die Ergebnisse hielt Philip Mayer in seiner Masterarbeit fest.

Die mit der Bestnote 1,0 abgeschlossene Arbeit reichte sein Betreuer Prof. Dr. Dirk Rübbelke beim Springer Verlag ein: „Nicht nur die Diskussion und die Darstellung der ökonomischen Aspekte innerhalb der britischen Energiepolitik sind sehr gelungen. Auch die anschließende Analyse der möglichen Entwicklungspfade mithilfe eines Strommarktmodells hat mich überzeugt. Es freut mich daher sehr, dass Springer seine Arbeit als eine der besten Masterarbeiten im deutschsprachigen Raum ausgezeichnet hat und in seiner "BestMasters"-Reihe publiziert“.

Sein Wissen bringt der Freiberger Absolvent seit Januar 2017 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Allgemeine Volkswirtschaftslehre, insbesondere Rohstoffökonomik, ein. Im Projekt 4NEMO erarbeiten die Wissenschaftler konsistente und transparente Szenarien für den europäischen Strommarkt bis 2050. „Dafür beziehen wir neben technischen und ökonomischen auch soziale Aspekte wie beispielsweise Fragen der sozialen Akzeptanz mit ein“, erklärt Mayer. Mit den Daten sollen bereits bestehende Strommarktmodelle weiterentwickelt und ihre Interpretation verbessert werden.  

Mit „BestMasters“ zeichnet Springer exzellente Masterarbeiten aus, die an renommierten Hochschulen in Deutschland, Österreich und der Schweiz entstanden sind. Die mit Höchstnote bewerteten Arbeiten werden in der Schriftenreihe BestMasters im Verlag Springer Gabler veröffentlicht. Die Arbeit von Philip Mayer erscheint voraussichtlich im Dezember 2018.

Mehr zum Master-Studiengang Energie- und Ressourcenwirtschaft sowie zum weiteren Studienangebot der TU Freiberg sind zu finden unter: http://tu-freiberg.de/studium/studienangebot/studiengaenge.

Ansprechpartner: 
Philip Mayer, Tel.: 03731/39-3251