Freiberg startet Lithium-Initiative

Gemeinsam wollen die Experten unter anderem größere und vor allem sicherere Lithium-Ionenbatterien für Autos entwickeln. Auch die Frage, wie der steigende Lithium-Bedarf der Industrie gedeckt werden kann, wird Thema sein. "Mit der Lithium-Initative wird an der TU Bergakademie ein wissenschaftliches Lithium-Kompetenz-Zentrum entstehen, das hilft, Sachsen zu einem führenden Standort der Lithium-Technologie zu machen", erklärt Prof. Wolfgang Voigt, Professor für Anorganische Chemie an der TU Bergakademie Freiberg und Initiator der Lithium-Initiative. Partner der Initiative sind das Geokompetenz-Zentrum Freiberg e.V., die Bundesanstalt für Geologie und Rohstoffe Hannover (BGR), die Autonome Universität in Potosi (Bolivien), aber auch Firmen in Sachsen und Thüringen, wie LiTEC-EVONIK Kamenz, K-UTEC Salt Technologies AG Sondershausen und ERCOSPLAN Erfurt.

Die Lithium-Forschung hat sich bereits als fester Bestandteil der Werkstoffforschung an der TU Bergakademie Freiberg etabliert. So richtet die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) derzeit an der Freiberger Universität ein Schwerpunktprogramm ein. Darin werden Wissenschaftler aus ganz Deutschland Werkstoffe für die nächste Generation der Lithium-Ionenbatterien entwickeln. Der Freiberger Universität stehen dafür von der DFG fünf Jahre lang über acht Millionen Euro zur Verfügung.

Bild: Der Freiberger Chemiker Prof. Wolfgang Voigt (r.) untersucht mit Prof. Jens Gutzmer (l.) und Prof. Hans Jürgen Seifert (M.) am Rasterelektronenmikroskop einen Granit mit Zinnwaldit. Das Mineral aus dem Erzgebirge enthält Lithium, das in Batterien der neusten Generation zum Einsatz kommt. Fotograf: Detlev Müller.