Erster Bauabschnitt der STF-Benzin-Pilotanlage erfolgreich abgeschlossen

Wir können sagen: Die Qualität stimmt und auch mit dem Termin liegen wir im Plan." Er lobt die sehr gute Arbeit der beiden regionalen Firmen Uhlich Bau GmbH & Co. KG aus Burgstädt sowie die Stahl- und Glasbau Schädlich GmbH aus Stützengrün. Seit dem 1. Spatenstich im März dieses Jahres wurden bisher am Bauwerk rund 130 Tonnen Stahl und etwa 400 Kubikmeter Beton verarbeitet und insgesamt rund 7 Millionen Euro verbraucht.

Als nächster wichtiger Termin steht nun der 18. Dezember im Kalender von Peter Horka. "Das ist unser Kampftermin für die Fertigstellung der STF-Benzin-Pilotanlage. Am Projekt sind von Seiten der Universität das Institut für Energieverfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen sowie das Institut für Technische Chemie beteiligt. Ab Januar 2010 soll die Anlage getestet werden. Bis dahin gibt es für die am Bau Beteiligten noch einiges zu tun. Anfang Oktober soll der erste Verdichter eingebaut werden. Vierzehn Tage später wird aus Moskau einer der zwei Konverter erwartet. Dann kann die Montage der Aggregate und Rohrleitungen zügig fortgesetzt werden.

In der STF-Versuchsanlage wollen künftig die TU Bergakademie Freiberg und die CAC GmbH zusammen ein neues Verfahren zur Produktion von hochoktanigen Treibstoffen aus Synthesegas erforschen, entwickeln und zur Marktreife führen. Ausgangsstoff der Technologie ist nicht mehr Erdöl, sondern ein gasförmiger fossiler Energieträger. Perspektivisch ist auch der Einsatz von Kohle oder nachwachsenden Rohstoffen möglich. Für die Zukunft scheint vor allem der Einsatz von Erdölbegleitgasen vielversprechend. Bisher wurden diese Gase, die sich in Erdöllagerstätten bilden, größtenteils abgefackelt. Nun soll aus ihnen Kraftstoff gewonnen werden. Das als Ausgangsstoff benötigte Synthesegas wird von der HP-POX-Versuchsanlage kommen, die bereits nebenan auf der Reichen Zeche existiert. Die STF-Pilotanlage wird vom Land Sachsen und der EU gefördert.