Erste "Steine" für das Krüger-Haus schweben heran

Neben Fotografen und Kameraleuten war auch der Kustos der Mineralogischen Sammlung der TU Bergakademie, Andreas Massanek, vor Ort und begutachtete die Aktion: "Die Bergsicherung aus Schneeberg hat uns einen besonders attraktiven Fund gestiftet. Im Bereich der Grube Wolfgang Maßen in Schneeberg konnte aus einem Quarzgang ein tonnenschwerer Block geborgen werden, der mit Rauchquarzkristallen besetzt ist. Teilweise befinden sich in den Quarzen feuerrote Hämatiteinschlüsse. Die kleinen Drusen leuchten schon von weitem", berichtet er.

Auf besondere Weise attraktiv ist auch das zweite Exponat. Eine Großstufe mit fast zwei Metern Durchmesser vom Topasfelsen am Schneckenstein. Dieser Fundort war im 18. und 19. Jahrhundert eines der wichtigsten Edelsteinvorkommen Europas. Die Schätze vom Schneckenstein zieren wertvolle Schmuck- und Kunstgegenstände des Sächsischen Königshauses, die heute im Grünen Gewölbe zu bewundern sind. Das Gestein, in dem die weingelben Topase auftreten, ist weltweit einzigartig und wurde vom Vogtländisch-Böhmischen Mineralienzentrum zur Verfügung gestellt. Das Krüger-Haus steht nicht nur in unmittelbarer Nähe der erfolgreichen Ausstellung terra mineralia, sondern vervollständigt die Stiftungssammlung, die seit Oktober 2008 schon weit mehr als 300.000 Besucher empfangen konnte. Künftig werden in diesem historischen Gemäuer auf über 400 Quadratmetern die in Deutschland gefundenen Minerale aus der Pohl-Ströher-Mineralienstiftung und der Stiftung Mineralogische Sammlung Deutschland der TU Bergakademie Freiberg gezeigt. Am Sonntag, dem 12. September, haben interessierte Besucher die Möglichkeit, das Haus zu besichtigen. Zum "Tag des offenen Denkmals" gibt es zwischen 10 und 17 Uhr halbstündlich Führungen mit maximal 30 Personen durch die Räume.

Foto: Eckardt Mildner