Erprobung eines Career Centers

Fachwissen auf der Höhe der Zeit und hochqualifizierte Mitarbeiter sind von erfolgsentscheidender Bedeutung für Industrie- und Dienstleistungsunternehmen sowie öffentliche Arbeitgeber. Die TU Bergakademie Freiberg verfügt über beides. Aktuelle Untersuchungen zeigen jedoch, dass die regionale und übe
Das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK) fördert - mitfinanziert durch den Europäischen Sozialfonds - zur Stärkung der Leistungsfähigkeit der Hochschulen dieses wichtige Vorhaben in einem Gesamtumfang von knapp 500 Tausend Euro.

Vor wenigen Wochen bewilligte das SMWK über die Sächsische AufbauBank (SAB) die zur Erprobung eines Career Centers an der TU Bergakademie Freiberg notwendigen Mittel. Unter der Federführung des Lehrstuhls für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Unternehmensführung und Personalwesen (UP) sollen in den nächsten zwei Jahren im Rahmen eines Projektes bereits vorhandene Career Services evaluiert, angepasst, ergänzt und in einem so genannten Career Center gebündelt werden.
Der Bedarf für ein solches Projektvorhaben ergibt sich vor allem aus zwei Gründen: Zum einen wird sich Fachkräftemangel, insbesondere für technische Berufe zukünftig verschärfen. Es ist daher notwendig, die Vermittlung von Fachkräften speziell in die regionale Wirtschaft und Wissenschaft durch ein modernes, zukunftsfähiges Career Center gezielt zu fördern. Zum anderen zeigen repräsentative Studien, dass Studierende und Absolventen verschiedener Fachrichtungen vielschichtige Probleme bei der Berufs- und Arbeitgeberwahl, der Aneignung praxisrelevanter Kompetenzen und somit beim Berufseinstieg haben. Auch hier kann und soll ein Career Center gezielte Unterstützung in Form von Beratung und Weiterbildungsangeboten bieten.
"Das Vorzeigeprojekt setzt sich zum Ziel, bereits vorhandene konzeptionelle Ideen für ein attraktives Career Center an der TU Bergakademie Freiberg zu konkretisieren und schrittweise zu erproben und zu verwirklichen" erläutert Professor Michael Nippa, Inhaber des Lehrstuhls für Unternehmensführung und Personalwesen und Projektleiter. "Obwohl nicht vorrangiges Ziel des Vorhabens, so streben wir doch an, die dabei gewonnenen Erkenntnisse für vergleichbare Universitäten – speziell Technische Universitäten – als Handlungsleitlinien aufzubereiten."

"Wir wollen einmal mehr beweisen, dass die Bergakademie auch auf diesem Gebiet die Maßstäbe setzt und werden daher erfolgreiche und bewährte Bausteine übernehmen und zukunftsweisende, innovative Ideen umsetzen," so Prof. Nippa weiter.

Mit Hilfe des Career Centers soll die Vermittlung von hochqualifizierten Fachkräften in die Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung verbessert sowie Studierenden, Absolventen und der wissenschaftliche Nachwuchs in Bezug auf ihre berufliche Karriere systematisch herangeführt und gezielt vorbereitet werden. Diese Ziele sollen im Rahmen des Projektvorhabens in mehreren Arbeitsschritten realisiert werden. Dazu gehören eine Bestandsaufnahme bestehender Prozesse und Strukturen, ein nationales und internationales Benchmarking (best practice), die Erarbeitung einer zukunftsfähigen innovativen Lösung sowie eine rasche Erprobung und sukzessive Implementierung auf der Grundlage eines wissenschaftlich fundierten Projektmanagements. Darüber hinaus erfordert die nachhaltige Fortführung des Career Centers nach Ende der Projektförderung vorbereitende Aufgaben, wie die Personal- und Organisationsentwicklung sowie eine IT-gestützte Implementierung von Bausteinen des Career Centers und dessen technische Begleitung.

Ansprechpartner: 
Prof. Michael Nippa