Erdbeben in Japan weltweit das fünftstärkste seit Beginn seismografischer Aufzeichnung

Das schwere Erdbeben mit der Magnitude 8,9, das am 11. März 2011 den Nordosten Japans erschütterte, wurde auch am Seismologischen Observatorium Berggießhübel der TU Bergakademie Freiberg in seiner ganzen Bandbreite aufgezeichnet. Das Observatorium im Osterzgebirge gehört zum Institut für Geophysik u
Bereits am 22.Mai 1960 konnte die Station BRG das mit einer Magnitude von 9,5 stärkste jemals von Seismografen gemessene Erdbeben aus Chile registrieren. Das Observatorium ist in das weltweite Netz digitaler seismischer Stationen integriert und stellt kontinuierlich Daten zur Erfassung der globalen Seismizität sowie zur strukturellen Untersuchung des Erdkörpers bereit.

"Die Aufzeichnung des schweren Erdbebens in Japan sowie der Nachbebentätigkeit liefert wichtige Anhaltspunkte für die Entstehung und den Mechanismus der Erdbeben in diesem Gebiet sowie die ablaufenden geodynamischen Prozesse", sagt Observatoriumsleiter Diplom-Geophysiker Reinhard Mittag.
Er informiert über Details zum jüngsten Erdbeben in Japan: Die von dem Erdbeben mit der Magnitude 8,9 in Japan vom 11. März 2011 abgestrahlten seismischen Wellen erreichten die Station Berggießhübel bereits nach 12 Minuten um 5.58 Uhr Weltzeit und führten zu maximalen Bodenbewegungen von 8 Millimeter am Registrierort. In der Folge wurde eine ganze Reihe heftiger Nachbeben mit Stärken bis zum Magnitudenwert 7 registriert (siehe Abbildung).

Im Vergleich zum Erdbeben in Neuseeland vom 21.2.2011 mit Magnitude 6,3 hatte das Japanbeben eine um 2,6 höhere Magnitude, was einem um ca. 8000fach höherem Energiewert entspricht.
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Reinhard Mittag