Erbe Symposium beleuchtet Umgang mit wissenschaftlichen Nachlässen

Gastgeber der internationalen Tagung, die noch bis zum 2. Oktober stattfindet, sind die Universitätsbibliothek "Georgius Agricola" und das Sächsische Staatsarchiv Bergarchiv Freiberg. Rund 180 Teilnehmer aus zehn europäischen Ländern sowie Algerien, Indien, Mexiko, Kanada und den USA tauschen ihre Erfahrungen aus, wie sie mit unveröffentlichten Manuskripten und wissenschaftlichen Nachlässen umgehen. Vier Themen stehen diesmal im Mittelpunkt: Wissenschaftliche Nachlässe als ungenutzte Ressource; Sammeln und Erschließen von Manuskripten zu Bergbau, Metallurgie und Geowissenschaften; Sammeln und Erschließen von unveröffentlichten Manuskripten und Handschriften in wissenschaftlichen Nachlässen und Sammlungen sowie die Rolle von Bibliotheken, Archiven, Museen und Sammlungen bei der Bereitstellung von Informationen aus Nachlässen im elektronischen Zeitalter.

Neben Vorträgen und Referaten in der Alten Mensa und Schloss Freudenstein stehen eine Befahrung des Lehr- und Forschungsbergwerks Reiche Zeche und am Sonnabend zwei Tagesexkursionen nach Dresden beziehungsweise zu Bergwerksanlagen im Erzgebirge auf dem Programm.

Der Peter-Schmidt-Award wird im Rahmen dieses Fachsymposiums für besonderes Engagement zur Erhaltung des kulturellen Erbes verliehen.

Peter Schmidt (1939- 1999) studierte an der Bergakademie Geologie und war in den 1970er Jahren Kustos des Wissenschaftlichen Altbestandes der Freiberger Universität. Zusammen mit der Leiterin der Bibliothek der Montanuniversität Leoben, Hofrätin Lieselotte Jontes, war Schmidt Initiator der Symposienreihe. Sie fand unter dem Titel "Das kulturelle Erbe in den Montan- und Geowissenschaften" erstmals im September 1993 in Freiberg statt.