Ehrung für Professor Klaus Husemann

Mit seiner Abschlussvorlesung zum Thema "Es klappert die Mühle am rauschenden Bach - Mahltechnik im Zeitalter erneuerbarer Energien" erinnerte der 65-jährige Wissenschaftler an seinen Forschungsschwerpunkt: die Partikeltechnologie als prozessorientierte Grundlagenforschung auf dem Gebiet der Mechanischen Verfahrenstechnik. Prof. Georg Unland dankte in seinem Grußwort Professor Husemanns für sein Engagement für die Hochschule. "Professor Husemann war der Leiter von 17 Forschungsprojekten, darunter acht, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert wurden", zählte der Rektor auf. "Die Krönung dabei war mit Sicherheit der DFG-Sonderforschungsbereich 285 "Partikelwechselwirkung bei Prozessen der Mechanischen Verfahrenstechnik", dessen Sprecher er von 1995 bis 2004 war."

Der Dekan der Fakultät für Maschinenbau, Verfahrens- und Energietechnik, Prof. Georg Härtel erinnerte daran, dass Prof. Klaus Husemann 1994 die Vertiefungsrichtung Partikeltechnologie im Studiengang Verfahrenstechnik in Freiberg eingeführt hat. "Erstmals in Deutschland gab es damit diese Spezialisierungsrichtung. Inzwischen haben den Studiengang über 50 Diplomanden und 12 Doktoranden erfolgreich absolviert und sich in der Praxis bewährt."

Bevor Klaus Husemann 1993 an die TU Bergakademie kam, unterbrach er 1990 für drei Jahre seine wissenschaftliche Arbeit und half als Mitarbeiter in der Verwaltung in Dresden beim Aufbau des Freistaates Sachsen. In dieser Zeit war er Mitglied des Sächsischen Landtages (CDU-Fraktion) und von 1990 bis 1993 Parlamentarischer Staatssekretär im Kultusministerium. Seit 1993 engagiert sich der Hochschullehrer ehrenamtlich im Rundfunkrat des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR). Zweimal wählten ihn die 42 Mitglieder aus den drei Ländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zum Vorsitzenden dieses Aufsichtsgremiums der öffentlich-rechtlichen Anstalt. 1997/98 war er Vorsitzender der ARD-Gremienvorsitzendenkonferenz.

Ansprechpartner: 
Prof. Georg Härtel