Ehrendoktorwürde zum Auftakt des 60. BHT

Zum Auftakt des Freiberger Forschungsforums - Berg- und Hüttenmännischer Tag (BHT) erhielt Prof. Witali Iwanowitsch Komashenko die Ehrendoktorwürde der TU Bergakademie Freiberg. Er nahm die Auszeichnung für seine wissenschaftlichen Leistungen sowie die langjährige Zusammenarbeit mit der Freiberger Universität entgegen.
In seiner Laudatio erinnerte Prof. Anton Sroka, Dekan der Fakultät für Geowissenschaften, Geotechnik und Bergbau, an den ersten Besuch von Prof. Komaschenko in Freiberg. 1978 kam er anlässlich des Berg- und Hüttenmännischen Tages an die Bergakademie. Dies war der Beginn einer langjährigen Verbundenheit, die sich durch eine Vielzahl von Vorträge und gemeinsamen Veröffentlichungen mit Freiberger Professoren auszeichnete. Auf wissenschaftlichem Gebiet hat er sich vor allem als Spezialist für Sprengtechnik, mechanische Gesteinszerstörung im Tagebau sowie bergbaulichen Umweltschutz einen internationalen Ruf erworben.

"Prof. Komaschenko tritt in Russland und international für unsere Universität ein und unterstützt unsere Aktivitäten", hob Prof. Sroka hervor. Als Koordinator und wichtige Stütze des Konsortiums Moskauer Hochschulen initiierte und betreute er seitens der Russischen Staatlichen Universität für Geologische Erkundung mehrere Doppeldiplome und Promotionen. Für sein Engagement wurde der Wissenschaftler bereits 2001 zum „Ehrenbürger“ der TU Bergakademie ernannt.

Im Anschluss an die Verleihung findet im Rahmen des BHT die Vortragsreihe „Die Rohstoffbasis Russland“ des Deutsch-Russischen Rohstoffforums statt. Am Nachmittag startet die „Freiberger Silicon Days“. An drei Tagen werden in dem Fachkolloquium Fragen der Rohstoffgewinnung, Kristallzüchtung. Beschichtung bis hin zu Defektentstehung und Analyse von Solarzellen behandelt.

Mit der Frage, wie Hochschulen und Unternehmen Nachwuchs für die Ingenieurwissenschaften gewinnen können, befasst sich das Rahmenkolloquium "Nachwuchs für Wissenschaft und Praxis - Bedarf, Entwicklung und Rekrutierung" am 18. Juni von 13.30 bis 17 Uhr. Wissenschaftler der TU Bergakademie haben Studien durchgeführt um herauszufinden, warum sich ein Schüler für oder gegen ein Ingenieurstudium entscheidet und wie man den fertigen Ingenieur später in der Forschung halten kann. Die Veranstaltung richtet sich an Wissenschaftler und Unternehmen, die ein Interesse am Ingenieursnachwuchs haben. Sie erhalten unter anderem Hinweise, was sie selbst konkret tun können. Darüber hinaus werden erste Studienergebnisse vorgestellt. "Es hat sich gezeigt, dass für die Gewinnung von Nachwuchs für die Ingenieurwissenschaften das Image ganz entscheidend ist", sagt Prof. Margit Enke vom Lehrstuhl Marketing. "Schüler sollten bereits im Vorfeld im Ingenieurbereich tätig sein können. Daraus folgern wir, dass Schüleruniversitäten, Schülerlabore etc., wie sie die TU Bergakademie anbietet, sehr erfolgreich sind und der richtige Ansatz um Studienanfänger in den Ingenieurwissenschaften zu gewinnen."

Ansprechpartner: 
Prof. Rudolf Kawalla