Effektiv und effizient lernen

Der Semesterbeginn gleicht in einem Punkt der Silvesterstimmung. Die Studierenden fassen neue Vorsätze: mehr Disziplin beim Lernen, gute Prüfungsvorbereitung etc., um bessere Studienleistungen zu erreichen. So wünscht sich jeder Studierende schnell und effektiv zu lernen, um auch mehr Zeit für das wahre studentische Leben zu haben.

Nicht nur um den Wunsch des einzelnen Studierenden nach einem "besseren Lernen" zu unterstützen, sondern um generell die Lernleistungen und die Studienergebnisse zu erhöhen bzw. Studienabbrecherquoten zu senken hat die Hochschulleitung der TU Bergakademie Freiberg das Projekt "Erhöhung der Lehr- und Lernkompetenz von Dozenten und Studierenden an der TU Bergakademie Freiberg" im Jahr 2010 aus Mitteln der Stiftung der Bergakademie Freiberg "TU Bergakademie Freiberg" unterstützt. Als ein Ergebnis dieses Projektes, das von Diplom-Pädagogin Lesya Zalenska vom Lehrstuhl für Unternehmensführung und Personalmanagement verantwortlich konzipiert wurde, konnten engagierte Studierende am 15. Oktober 2010 im Seminar "Effektive Lern- und Arbeitstechniken" ihren Lerntyp und ihre Lernstrategien herauszufinden. Damit werden an der TU Bergakademie Freiberg auch neue Maßstäbe in der Förderung der Lernkompetenzen von Studierenden gesetzt. Lesya Zalenska freut sich, dass in diesem Seminar sehr schnell alle Plätze ausgebucht waren: "Es ist sehr erfreulich, dass Studierende den eigenen Bedarf erkennen und sich bewusst mit den eigenen Lerntechniken im Studium auseinandersetzen. Erfolgreiches Lernen bedeutet Erfolg im Studium." Sie ist überzeugt, dass Lernen viel Spaß machen kann, was viele Hochschulen noch nicht erkannt haben. Es gilt besonders das erwachsenengerechte Lernen zu fördern.

Im Vordergrund des Seminars standen zahlreiche studiengerechte Lerntechniken und -strategien, die helfen, dass Studierende komplexe wissenschaftliche Inhalte erfolgreich bearbeiten und sich wichtige Sachverhalte auch merken können. Die Teilnehmer erprobten zum Beispiel die Mnemotechniken, die schon die alten Griechen zum Auswendiglernen von Reden einsetzten. Auf dem Seminarplan stand ebenso das Gedächtnistraining zum Lernen von Fachbegriffen, Statistiken, To-Do-Listen, Namen, Gesichter und Zahlen. Neben Übungen zum geistigen Training lernten die Teilnehmer die Lernkartei und die SQ3R-Methoden kennen. Besonders aufregend war für die Teilnehmer die Auseinandersetzung mit der Schnell-Lesetechnik zur Steigerung der Lesegeschwindigkeit. Die Trainerin Iris Kadenbach zeigte den Studierenden kreative Techniken, die auch im wissenschaftlichen Kontext zur Anwendung kommen.