Drei Jahre terra mineralia - Extra-Einladung für Universitätsmitarbeiter am Wochenende

Am 22. und 23. Oktober 2011 feiert die terra mineralia, die Stiftungssammlung der TU Bergakademie Freiberg, ihren dritten Geburtstag. Rund 425.000 Besucher haben bislang die größte und mit Abstand schönste Mineralienschau Deutschlands im Freiberger Schloss Freudenstein besucht. Unter dem Motto „Feie


„Damit möchten wir uns bei unseren Kollegen von der TU Bergakademie Freiberg bedanken“, erklärt Leiterin Anna Dziwetzki. „Als Teil der Freiberger Universität sind wir eng in die Strukturen der Hochschule eingebunden. Wir bekommen Hilfe und Unterstützung aus den verschiedensten Instituten und Abteilungen. Sei es in Form von Materialien für die „Forschungsreise“ oder als ideelle und konzeptionelle Unterstützung – ohne die Wissenschaftler, Labormitarbeiter und Studenten könnten wir vieles nicht so leicht umsetzen.“

Die Bilanz der drei Jahre kann sich sehen lassen. Gäste aus aller Welt kamen – viele aus der Region und Sachsen, aber auch aus allen Bundesländern, Europa, Asien und Amerika. Alle Besucher zeigen sich überwältigt von der Farben- und Formenvielfalt der faszinierenden Mineralien und Edelsteine. Die "Weltreise" durch die Säle und die Schatzkammer der terra mineralia ist Stifterin Dr. Erika Pohl-Ströher zu verdanken. Sie hat über 60 Jahre lang Mineralien, Edelsteine und Meteoriten gesammelt und vermachte ihre einzigartige Kollektion der TU Bergakademie Freiberg. Damit erhielt die Universität eine der wertvollsten privaten Mineraliensammlungen überhaupt. Sie präsentiert sie nun an einem historischen Ort – im Schloss Freudenstein, inmitten der Freiberger Altstadt.

Ausstellungsleiterin Anna Dziwetzki und ihr Team setzen alles daran, auch weiterhin viele Besucher in die einmalige Schau zu locken, die ohne wöchentlichen Schließtag geöffnet ist. So finden regelmäßig thematische Veranstaltungen und Vorträge wie das „Freiberger Kolloquium“ statt, die von Jung und Alt angenommen werden. Einmal jährlich gibt es eine Sonderausstellung. Die erste unter dem Titel „Fliegende Juwelen“ war ein großer Erfolg. Rund 150 Paare von Insekten und Mineralien, die farblich perfekt zueinander passten, wurden von 25.000 Besuchern bestaunt. Für das Jubiläumsjahr 850 Jahre Freiberg 2012 wird es eine Sonderschau zum Thema Silber geben. „Wir werden wunderschöne Gegenstände aus Silber zeigen, sei es von der Natur geformt oder vom Menschen gemacht. Thematisch knüpfen wir damit an das Stadtjubiläum Jubiläum an“, sagt Anna Dziwetzki.

Um die Attraktivität der terra mineralia weiter zu steigern, legt das Team um Anna Dziwetzki immer neue Programme für Besuchergruppen auf. Firmen, Unternehmen und Vereine können beispielsweise in der Weihnachtszeit im Schloss Freudenstein einige erlebnisreiche Stunden verleben. Für sie gibt es ein Wissens-Quiz oder das Programm „It looks like…“, wo Phantasie gefragt ist. Die Vorlage dafür bieten die ungewöhnlichen, manchmal geradezu bizarren Formen der Exponate. Manche erinnern an etwas Essbares, andere weisen hingegen Tierformen auf. Und zuletzt kann auch das spannende Programm „CSI: Freiberg“, bei dem die Besucher auf eine kriminalistische Suche gehen können, von Firmen individuell gebucht werden.

Einen Wunsch der Stifterin nimmt die terra mineralia sehr ernst: Stifterin Erika Pohl-Ströher hatte sich gewünscht, dass es mit der Stiftungssammlung gelingt, Kinder und Jugendliche für die Naturwissenschaften zu begeistern. Dafür gibt es inzwischen vielfältige Beispiele und Belege. Vor allem die Ferienprogramme, die von der terra mineralia angeboten werden, sind über alle Maßen begehrt. „Zu den beliebtesten zählt ganz sicher unser aktuelles Herbstferienprogramm CSI:Freiberg, bei dem sich die Ausstellung in ein Kriminallabor verwandelt“, ist sich Mitarbeiterin Christina Seifert, die diese Programme für Kinder konzipiert hat, sicher. „Diesmal können junge interessierte Besucher ab zwölf Jahren einen Kriminalfall mithilfe der Mineralogie lösen.“ Regelmäßig treffen sich einmal im Monat die Mineralinos im Haus. Die jungen Mineralienfans im Alter von acht bis zwölf Jahren erfahren von Mitarbeitern des Instituts für Mineralogie, wie sie ihre eigene Sammlung anlegen können oder wie man Minerale schleift und poliert.

Neue Angebote sind in der terra mineralia schon in Arbeit. „Wir wollen auf die Erwartungen und Wünsche unserer verschiedenen Besuchergruppen eingehen, denn nur so bleibt ein Museum lebendig“, davon ist Leiterin Anna Dziwetzki überzeugt. Und so werden demnächst Seniorenprogramme angeboten. „Da die älteren Besucher Wissen und Erfahrung mitbringen und meist sehr gut informiert sind, legen wir hier im Rahmen einer Führung mehr Wert auf einen Dialog. Der Spaziergang durch die Räume wird kompakter gestaltet, um langes Stehen zu vermeiden. Dafür kann man anschließend bei Kaffee und Kuchen gemeinsam mit dem „Reiseleiter“ die Fragen ausführlicher diskutieren.“

Aber auch die jüngsten Besucher dürfen sich auf etwas Neues freuen: Ab sofort können sie ihren Geburtstag in der terra mineralia feiern und mit ihren Freunden einen unvergesslichen Tag verbringen. Sie haben die Wahl zwischen den Programm „Schimmernde Edelsteine“ und der „Schatzsuche im Wilden Westen“. Beim Edelsteinprogramm erfahren die Kleinen viel Wissenswertes über Schmuck- und Edelsteine, sehen Diamanten und entdecken andere, seltene Steine. Zum Schluss können sie ihren eigenen Schmuck basteln. Bei der Schatzsuche begeben sich die kleinen Abenteurer auf die Suche nach wertvollen Mineralen wie Kupfer, Silber und Gold. Anschließend können sie ihren Schatz versilbern und sogar vergolden. Zum Geburtstagspaket gehören ein mineralbunter Kuchen, Kakao und ein kleines Geschenk für das Geburtstagskind als Erinnerung an diesen glanzvollen Tag.

Zu den nächsten großen Vorhaben der terra mineralia gehört die bevorstehende Sonderausstellung „Freibergs Silber: Schweiß und Gier, Macht und Zier“ von Juni bis Oktober 2012. Hintergrund der temporären Schau ist die 850-Jahrfeier der Stadt Freiberg. „Bei uns wird sich alles um das Thema Silber drehen, von der Silbermünze, die hier im Schloss Freudenstein geprägt wurde, bis zur industriellen Anwendung des wichtigen Minerals“, sagt Anna Dziwetzki. Die Schau wird sich hauptsächlich an Familien mit Kindern und an Gäste der Jubiläumsveranstaltungen richten. Christina Seifert, die für Museumspädagogik und Veranstaltungen zuständig ist, absolvierte hierzu extra eine Fortbildung, um den Ansprüchen und Erwartungen der jüngsten Besucher gerecht zu werden.

Das zweite große Projekt fürs kommende Jahr ist der Umbau des Ausstellungsshops im März 2012. „Es wird ein Einkaufsparadies auf einer vielfach vergrößerten Fläche für Mineralien, Schmuck und schöne Geschenkideen“, freut sich die Leiterin. Die Verkaufsfläche wird vergrößert, um den Nachfragen der Besucher gerecht zu werden. Es gibt dann besondere Geschenkideen, darunter Schmuck von modisch und erschwinglich bis selten, ungewöhnlich und teuer. Ein breites Literaturangebot für Jung und Alt sowie jede Menge Mineralien in allen Farben und Formen ergänzen die Produktpalette. Foto: Eckardt Mildner. Die "Krimizeit" - das Herbstferienprogramm der terra mienralia - lockt zurzeit zahlreiche junge Besucher an. Hier ist Mitarbeiterin Christina Seifert mit Schülern dem Täter auf der Spur.
Ansprechpartner: 
Anna Dziwetzki