Dr. Herbert Kaden gab „Geschichtsstunde“ zur Bergschule Freiberg

Dr. Herbert Kaden während seines Vortrags ...
Am 8. August 2012 sprach Dr. Herbert Kaden, der Leiter des Universitätsarchivs der TU Bergakademie Freiberg, in der Reihe „Geschichtsstunde – 850 Jahre Freiberg“ vor etwa 280 Interessierten in der Konzert- und Tagungshalle Nikolaikirche zur Historie der Bergschule Freiberg, der ersten Bergschule Deu
Der studierte Jurist und Facharchivar Dr. Kaden nennt die Bergschule Freiberg im Titel seines Vortrags ein „Anhängsel“ der Bergakademie. Nach den Verheerungen des 7-jährigen Krieges war Kursachsen hoch verschuldet und der Bergbau im Freiberger Revier befand sich in der Krise. Reformen im Bildungswesen, die Gründung der Bergakademie und der Bergschule waren Maßnahmen, um den Bergbau voran zu bringen. Neue pädagogische Wege wurden beschritten. So schreibt Dr. Kaden in seinem Buch „Das sächsische Bergschulwesen": „Die Unterrichtsvermittlung an den kursächsischen Bergschulen (erfolgte) auf einem anderen, neuen Wege, nämlich dem der berufsbegleitenden Ausbildung.“
Der Bildungsweg an der Bergschule begann für Jungen ab 13 Jahren, so genannte Bergpurschen. Zumeist waren es die Kinder von Bergleuten.
Schon wenige Jahre nach Gründung der Freiberger Bergschule hatte sie sich zeitweise auch als eine Vorstufe für die fachlich-wissenschaftliche Ausbildung an der Bergakademie etabliert.

Ein heute noch existierendes Gebäude der ehemaligen Freiberger Bergschule, in welchem sie von 1893 bis 1919 ihren Sitz hatte, steht in der Prüferstraße. Dem Ort, an dem die Bergakademie Freiberg das Universitätsarchiv eingerichtet hat und Dr. Kaden seit 2000 als Leiter arbeitet.

Ansprechpartner: 
Dr. Herbert Kaden