DFG-Förderatlas 2012: Bergakademie belegt zweiten Platz bei Werkstofftechnik

Kristin Schantora arbeitet am Institut ...
Dazu gehören Mittel der öffentlichen Forschungsförderung genauso wie Gelder aus der Privatwirtschaft. Im neuen Förderatlas werden nur erstere erhoben. Der TU Bergakademie gelingt es seit einigen Jahren, fast die Hälfte ihres Budgets aus den Fördertöpfen der Drittmittelgeber zu bestreiten.

Der nun neu erschienene „Förderatlas 2012“ der DFG weist für die TU Bergakademie Freiberg insgesamt einen hohen Anteil der Förderung durch den Bund und einen hohen Stellenwert der EU-Forschung aus. „In diesen Bereichen sind unsere Ergebnisse durchaus mit denen großer Universitäten wie Braunschweig, Hamburg und Berlin vergleichbar“, erklärt Karin Lötzsch, die Referentin des Prorektors Forschung an der TU Bergakademie Freiberg.

Neu am Förderatlas ist, dass die fachliche Schwerpunktsetzung eines Forschungsstandorts deutlicher sichtbar wird. Der Bergakademie wird ein ausgeprägtes Profil als Technische Universität bescheinigt und dass sie besonders in den Ingenieurwissenschaften stark ist. Dort belegt die TU Bergakademie Freiberg bei den Bewilligungen durch die DFG im Zeitraum 2008 bis 2010 den 15. Platz deutschlandweit und konnte sich mit 22,3 Millionen Euro Drittmitteln noch vor der TU Chemnitz und etwa den jeweils größeren Universitäten in Clausthal, Magdeburg und Jena platzieren. Besonders stark ist die TU Bergakademie Freiberg im Forschungsfeld Maschinenbau (21,8 Millionen Euro an absoluten DFG-Bewilligungen im Zeitraum 2008 bis 2010), wo wiederum die Werkstofftechnik (13,2 Mio Euro) und die Produktionstechnik (3,9 Mio Euro) sehr gute Zahlen aufweisen.

Gut abgeschnitten hat die Bergakademie auch bei der Frage nach der internationalen Attraktivität: Mit einem Stipendium der Alexander-von-Humboldt-Stiftung, die unter anderem den Aufenthalt exzellenter ausländischer Wissenschaftler an deutschen Forschungseinrichtungen fördert, kamen im Zeitraum 2006 bis 2010 acht internationale Spitzenforscher nach Freiberg. Damit erreicht die Hochschule Platz 9 deutschlandweit im Bereich der Ingenieurwissenschaften.

Im Förderatlas der DFG wird für den Zeitraum 2008 bis 2010 an den Universitäten deutschlandweit untersucht, wie die vier Wissenschaftsgebiete Sozial- und Geisteswissenschaften, Lebenswissenschaften, Naturwissenschaften und Ingenieurwissenschaften gefördert werden.

Fördergelder als Finanzgrundlage für Forschungsprojekte haben im deutschen Wissenschaftssystem im vergangenen Jahrzehnt erheblich an Bedeutung gewonnen. Der Wettbewerb um diese Drittmittel von Ministerien und Förderorganisationen wird zunehmend zu einem dominierenden Faktor in Wissenschaft und Forschung und umfasst inzwischen große Teile der Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Dies geht aus dem neuen „Förderatlas 2012“ hervor, den die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) am Donnerstag, dem 24. Mai 2012, gemeinsam mit der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft in Berlin vorstellte.
Mit dem „DFG-Förderatlas“ schreibt die zentrale Forschungsförderorganisation in Deutschland ihr seit 1997 in fünf Ausgaben erschienenes „DFG-Förder-Ranking“ unter neuem Namen fort. Inhaltlich und mit zahlreichen Tabellen, Grafiken und Karten auch visuell erweitert, will der Förderatlas noch umfassender und detaillierter Auskunft geben über die öffentliche Finanzierung der Forschung in Deutschland sowie die damit ermöglichten Forschungsprofile und -schwerpunkte.

Ansprechpartner: 
Karin Lötzsch