Bundesforschungsministerin Annette Schavan bei Gründung des Ressourcentechnologieinstituts

Prof. Jens Gutzmer, Direktor des ...
Die feierliche Gründungsveranstaltung wird auf der Reiche Zeche in Freiberg ab 10 Uhr stattfinden. Ziel ist, Technologien zu erforschen, um die Versorgung mit Rohstoffen zu sichern, Rohstoffe effizienter zu nutzen und umweltfreundlich zu recyceln. Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich und Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer sehen in der Gründung des Helmholtz-Instituts Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) einen Meilenstein und eine Bereicherung für Sachsen als Forschungs- und Wissenschaftsland.

Als Gründungsdirektor des Freiberger Helmholtz-Instituts wurde im Mai diesen Jahres Prof. Jens Gutzmer ernannt. Prof. Gutzmer hat an der TU Bergakademie den Lehrstuhl für Lagerstättenlehre und Petrologie inne.

Die TU Bergakademie Freiberg und das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) hatten Anfang 2010 ein Konzept erarbeitet, das eine Forschungseinrichtung zur nachhaltigen und sicheren Rohstoffversorgung Deutschlands in Freiberg favorisiert. Grundlage dafür bildete die nationale Rohstoffstrategie der Bundesregierung, die 2007 ins Leben gerufen wurde. Dazu plante die Bundesregierung „die Ansiedlung eines Forschungsinstituts zur nachhaltigen und sicheren Rohstoffversorgung mit Standort in den Neuen Ländern“ (Koalitionsvertrag von CDU, CSU und FDP).

Im August 2010 wurde der Antrag beim Bundesforschungsministerium eingereicht.Mit der Zustimmung des sächsischen Kabinetts erklärte sich der Freistaat Sachsen bereit, die nächsten fünf Jahre jeweils 550.000 Euro in den Aufbau und Betrieb des neuen Instituts zu stecken. Angesiedelt soll das neue Institut auf der Chemnitzer Straße 40 im ehemaligen Institut für Aufbereitung werden.

„Für eine Industrie- und Hochtechnologienation wie Deutschland sind Rohstoffe überlebenswichtig, um im globalen Wettbewerb auch in Zukunft bestehen zu können", kommentierte Ministerpräsident Stanislaw Tillich den Kabinettsbeschluss. Freiberg habe die älteste Montanuniversität Deutschlands, es gebe daher als Standort für das Ressourcenzentrum keinen geeigneteren Ort.

Ende 2010 erhält Freiberg den Zuschlag: Das neue Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie entsteht in enger Kooperation zwischen der TU Bergakademie Freiberg und dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf am Standort Freiberg. Das verkündeten am 17. Dezember 2010 auf einer Pressekonferenz in Berlin Bundesforschungsministerin Annette Schavan, Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich, der Rektor der TU Bergakademie Freiberg, Prof. Bernd Meyer, und der wissenschaftliche Direktor des Forschungszentrums Dresden-Rossendorf, Prof. Roland Sauerbrey.

„Das neue Institut für Ressourcentechnologien fügt sich perfekt ein in das Profil der TU Bergakademie Freiberg, die sich als die Ressourcenuniversität für eine nachhaltige Stoff- und Energiewirtschaft versteht. Wir wollen auf diesem Gebiet der führende Wissenschafts- und Ausbildungsort in Europa werden“, bekräftigt Rektor Prof. Bernd Meyer.

Im März 2011 wird ein allgemeiner Kooperationsvertrag zwischen dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf und der TU Bergakademie Freiberg im Beisein von Staatsministerin von Schorlemer unterzeichnet.

Im Juni 2011 stimmt der Senat der Helmholtz-Gemeinschaft dem Vorhaben zu, in Freiberg das neue Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie zu gründen. Ziel ist, Technologien zu erforschen, um die Versorgung mit Rohstoffen zu sichern, Rohstoffe effizienter zu nutzen und umweltfreundlich zu recyceln.

Ansprechpartner: 
Cornelia Riedel