Bulgarisch-Deutsche Studierende zu Gast an der Polytechnika Wroclaw

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Studierende der Universität für Bergbau und Geologie „St. Ivan Rilski“ aus Sofia sowie Studierende aus Freiberg besuchten vergangene Woche Tagebau-Anlagen in Deutschland und Polen. So wird die enge Zusammenarbeit zwischen der bulgarischen Universität und dem Institut für Geotechnik intensiviert.

Im Rahmen der Jahresexkursion des Institutes für Geotechnik der TU Bergakademie Freiberg, welche in diesem Jahr vom Lehrstuhl Ingenieurgeologie und Umweltgeotechnik organisiert wurde, waren vom 2. bis 10. Oktober zehn Studierende und zwei Betreuer der Universität für Bergbau und Geologie „St. Ivan Rilski“ aus Sofia in Freiberg zu Gast.

Die Exkursion mit den bulgarischen Studierenden sowie Studierenden der TU Bergakademie Freiberg führte von der Glassandlagerstätte Hohenbocka in Deutschland über einen weiteren Glassandtagebau in Osiecznica zur Polytechnika Wroclaw in Polen, und anschließend wieder zurück nach Deutschland zum Kaolintagebau in Caminau. Besonders der Aufenthalt in Wroclaw war ein gelungenes Treffen zur Darstellung und Förderung der Ausbildung in Geotechnik und Bergbau in Bulgarien, Polen und Deutschland. Hier trat die internationale Studentengruppe mit polnischen Studierenden in regen Erfahrungsaustausch. In Präsentationen der beteiligten Gruppen wurde das Studieren an den einzelnen Universitäten, aber auch das Studentenleben eindrucksvoll dargestellt. Gesponsert wurde diese Exkursion durch die Deutsche Quarzwerke GmbH.

Das Institut für Geotechnik pflegt mit der bulgarischen Universität schon seit Mitte der 70iger Jahre einen intensiven wissenschaftlichen Austausch, der sich in den letzten Jahren weiter intensivierte.

Im Rahmen der vom DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst) unterstützen Zusammenarbeit werden gemeinsame Projekte in der Geotechnik realisiert. So waren beispielsweise deutsche Studierende der Bergakademie in Form eines Auslandspraktikums am Bau der Metro in Sofia beteiligt. Weitere Projekte finden in den Bereichen Altlastensanierung, Standsicherheit von Bergbaugruben und Umweltverträglichkeit von Rückständen aus der Erzaufbereitung statt. Die Ergebnisse solcher Projektarbeiten werden regelmäßig mit Beiträgen von bulgarischen Wissenschaftlern im Rahmen des Wissenschaftlichen Kolloquiums anlässlich des BHT – Freiberger Universitätsforum und von deutschen Wissenschaftlern bei der jährlichen Internationalen Wissenschaftlichen Konferenz der Universität in Sofia vorgestellt.

Ansprechpartner: 
Dipl.-Geol. Detlev Tondera, Tel.: 03731 / 39-2521