Bergakademie Vorreiter bei den Deutschlandstipendien

Die neuen Deutschlandstipendiaten der TU ...
Nachdem die TU Bergakademie Freiberg bereits im Jahr 2011 als Pilot-Hochschule das Deutschlandstipendium eingeführt hatte, ist der Ressourcenuniversität mit der Verleihung von 20 Deutschlandstipendien an ihre Studenten zum Wintersemester 2012/13 ein weiterer großer Schritt zur Verankerung einer nachhaltigen Stifterkultur gelungen: Mit den bereits zum Sommersemester vergebenen Stipendien erhalten im Studienjahr 2012 damit 73 Studenten eine finanzielle Unterstützung von monatlich 300 Euro. Gemessen an der Gesamtstudentenzahl ist die Bergakademie damit deutschlandweit eine der Vorreiter des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützen Projekts: Knapp 1,5 Prozent der in Freiberg Immatrikulierten erhalten die Zuwendung. Diese Quote erreicht keine andere Universität in Sachsen.
Die neuesten 20 Deutschlandstipendien wurden am 30. November 2012 in der Freiberger Brauerei vergeben. Nach einer Brauereiführung für die alten und neuen Stipendiaten und einer Begrüßung durch Professor Hans Michael Eßlinger, Sprecher der Geschäftsführung der Freiberger Brauerei, überreichte Professor Dirk Meyer, Prorektor für Bildung der TU Bergakademie Freiberg, die Urkunden im Beisein von einigen Förderern an die engagierten Studenten: „Die Freiberger Stipendienkultur wird durch die Beteiligung der Unternehmen weiter ausgebaut, worüber ich mich sehr freue. Zudem stärken wir mit dem Deutschlandstipendium auch den Zusammenhalt unter den Studenten“, so der Prorektor. Die Universität organisiert nicht nur gemeinsame Ausflüge für die Stipendiaten, wie den Besuch der Manufaktur der Träume in Annaberg-Buchholz oder eines Orgelkonzerts in der Petrikirche, sondern auch besondere Lehrformate , wie die Veranstaltung „Forschung und ihre Folgen“, bei der die Teilnehmer interaktiv mit per Internet zugeschalteten Experten diskutieren konnten.

Einer der Stipendiaten ist Maschinenbaustudent Rico Ebert. Der 24-Jährige hat sich durch seine guten Studienleistungen und sein Engagement für den universitären Sport und die Freiwillige Feuerwehr empfohlen. Der Masterstudent freut sich nicht nur über die monatliche Finanzspritze, die er nun ein Jahr lang erhalten wird, sondern schätzt auch die Gemeinschaft unter den ausgezeichneten Studenten: „Bei der Verleihung konnte ich bereits andere Studenten kennen lernen. Ich erhoffe mir bei den zukünftigen gemeinsamen Veranstaltungen mit weiteren Stipendiaten in Kontakt zu kommen und somit ein Netzwerk zu anderen Fachrichtungen aufzubauen.“

Dazu lernen die Stipendiaten einige beteiligten Unternehmen genauer kennen. Schließlich spielt die Vernetzung mit den Förderern aus der Wirtschaft beim Deutschlandstipendium eine tragende Rolle. Für die Unternehmen birgt der enge Kontakt zu den Studenten bereits während des Studiums die Chance, eine potenzielle Fach- und Führungskraft von morgen zu finden, betont Heinz Junge, Geschäftsführer Personal der Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft mbH (MIBRAG): "Sehr gut ausgebildete Absolventen tragen nicht zuletzt zum Erfolg und für die Zukunft des Unternehmens bei. Dem Leistungsgedanken folgend, unterstützt die MIBRAG gern gemeinsam mit der TU Bergakademie begabte Studierende in Form eines Deutschlandstipendiums". Neben der MIBRAG freut sich die TU Bergakademie über sieben weitere Unternehmen als Stifter des Deutschlandstipendiums: ARCADIS Deutschland GmbH, Deutsche Kreditbank AG Niederlassung Chemnitz, ERCOSPLAN Geotechnik und Bergbau Ingenieurgesellschaft mbH, Dürr Somac GmbH, Maschinenfabrik Köppern, LOI Italimpianti und die Gesellschaft für Bergbau, Metallurgie, Rohstoff- und Umwelttechnik.
Das Deutschlandstipendium wird zur einen Hälfte von einem privaten Unternehmen oder Person und zur anderen Hälfte von Bundesmitteln getragen.

Ansprechpartner: 
Theresa Lemser