150 Jahre Indium – in Freiberg entdecktes Metall ist heute weltweit begehrt
21.3.2013
Die beiden Wissenschaftler der Bergakademie Freiberg, Ferdinand Reich und Hieronymus Theodor Richter, fanden das heute so begehrte Metall vor 150 Jahren bei der spektralanalytischen Untersuchung des Minerals Sphalerit (Zinksulfid), der sogenannten „schwarzen Zinkblende“ von Freiberg. Ihnen fiel eine bisher unbekannte indigoblaue Spektrallinie auf. Sie war, wie die Forscher Richter und Reich später schrieben, „so glänzend, scharf und ausdauernd, dass wir aus ihr auf ein bisher unbekanntes Metall, das wir ‚Indium’ nennen möchten, zu schließen nicht anstehen.“ Indium ist neben Lithium, Gallium, Tellur, Selen, Scandium und dem ebenfalls an der Bergakademie entdeckten Germanium eines der wichtigsten "High-Tech-Metalle“ und findet sich in Touchpads, Dünnschicht-Solarzellen, Flachbildschirmen und Leuchtdioden.
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