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  • Exkursion zur Erdgas-Trasse

     DRUCK
    6.05.2010
    Autor/en: Astrid Ring (Freie Presse)
    Bild zu Exkursion zur Erdgas-Trasse
    Opal Trasse am ortseingang Mulda. Marco Breiding zeigt Studenten der TU aktuelle Arbeiten am Trassenverlauf . Foto : Eckardt mildner 05.05.10
    Angehende Ingenieure der TU Bergakademie Freiberg haben Hörsaal und Laptop gegen Baustelle und Arbeitsschutzhelm eingetauscht. 20 Studenten verschiedener Studienrichtungen schauten sich zwischen Helbigsdorf und Mulda auf der Baustelle der Erdgasleitung Opal, dem derzeit größten Bauprojekt in der Region, um.
    Zwischen der Wingas-Gruppe, Bauherr von Opal, und der Freiberger Universität besteht eine Bildungskooperation. So unterstützt das Energieunternehmen Diplomarbeiten sowie Ingenieurpraktika und ermöglicht den Studenten der Bergakademie, unterschiedliche Phasen und Bauabschnitte der Erdgasleitung zu erkunden.

    Markus Neumer von der Wingas-Bauleitung erläuterte den jungen Leuten gestern, dass sich Opal künftig auf einer Länge von rund 470 Kilometern durch Deutschland, darunter auch durch Mittelsachsen, zieht. Mit einem Investitionsumfang von etwa einer Milliarde Euro ist der Bau eines der größten Erdgasinfrastrukturprojekte in Europa. Allein für die rund 100 Kilometer lange Pipeline durch Sachsen sind demnach Investitionen von etwa 200 Millionen Euro vorgesehen.

    Die Studenten konnten sich davon überzeugen, welche Herausforderungen die Trassenbauer besonders in der Erzgebirgsregion zu bestehen haben. "Neben den geografisch bedingten erheblichen Steigungen, die die Leitung überwinden muss, haben wir auch mit felsigem Boden zu kämpfen", erklärte Marco Breidling, Opal-Trasseningenieur für Sachsen. Deshalb sind unter den zahlreichen Spezialgeräten auch Steinbrecher im Einsatz. Sie zerkleinern das zu Tage geförderte Gestein, das später den in Sand und Erde gebetteten riesigen Gasrohrstrang bedeckt. "Die Rohre werden außerdem in weiße Felsschutzmatten eingepackt", zeigte Breidling anhand der bereits in der Erde liegenden Rohre. Sie haben einen Durchmesser von 1,40 Meter und müssen mindestens mit einem Meter Erdreich bedeckt sein. In Sachsen sind laut Breidling bisher etwa 20 Prozent der Trasse verlegt.

    Gerrit Kleinfeldt, Maschinenbaustudent im 8. Semester, zeigte sich beeindruckt von dem großen Aufwand, der für den Bau der Gasleitung nötig ist. "Das ist schon eine besondere Exkursion", sagte er. Ferdinand Eimann, der im 6. Semester Umweltengineering in Freiberg studiert, fasste seine Eindrücke an der Trasse zusammen: "Ich finde es gut, einmal auf diese Art Einblick in die Praxis zu bekommen. Deshalb bin ich hier dabei."

    Foto von Eckardt Mildner: Trasseningenieur Marco Breiding (3. v. r.) erläutert Studenten der TU Bergakademie die Herausforderungen beim Bau der Erdgasleitung Opal zwischen Mulda und Helbigsdorf.

    Weitere Informationen unter: http://tu-freiberg.de/studium/wingas/index.html
    Bereich: Fakultät 3 - Geowissenschaften, Geotechnik und BergbauAnsprechpartner: Saskia WesolowskiE-Mail:
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    • Aktualisierung: 06.12.2012,
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