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  • Mongolische Studenten nutzen bald Freiberger Studienpläne

     DRUCK
    15.02.2010
    Autor/en: Christel-Maria Höppner
    Bild zu Mongolische Studenten nutzen bald Freiberger Studienpläne
    Kooperation mit der mongolischen Universität der Wissenschaft und Technologie (MUST) in Ulan Bator Foto: Detlev Müller
    Eine neue Qualität der Zusammenarbeit vereinbarten am 13. Februar 2010 die TU Bergakademie Freiberg und die Mongolische Universität der Wissenschaft und Technologie (MUST) in Ulan Bator. Mit ihrer Unterschrift ergänzten und aktualisierten Prof. Michael Schlömann, Prorektor Bildung, und Prof. Damdinsuren Bayanduuren, Präsiden der MUST, den bereits seit Dezember 1993 bestehenden Kooperationsvertrag.
    "Zwei konkrete Ziele haben wir uns für die nahe Zukunft vorgenommen", berichtet Michael Schlömann. "Zum einen wollen wir gemeinsame Doppelabschluss-Programme speziell für die Studiengebiete Geowissenschaften, Bergbau, Umweltschutz und Informatik erarbeiten und anbieten. Zum zweiten planen wir den Aufbau einer gemeinsamen Einrichtung in Ulan Bator zur Ausbildung von Bergbau-Fachleuten mit Studienplänen nach Freiberger Vorbild in deutscher Sprache".

    Sehr zufrieden mit dem Ergebnis des zweitägigen Aufenthalts der Delegation an der Freiberger Universität zeigen sich der Mongolische Botschafter Baldorj Davaadorj und Minister für Bildung, Kultur und Wissenschaft, Yondon Otgonbayar. Er sagt: "Wir wollen in unserem Land den Anteil an Ingenieuren insgesamt steigern. Die Wirtschaft braucht Fachkräfte mit einer praxisorientierten Ausbildung, wie sie in Freiberg erfolgt". Traditionelle spiele der Bergbau in der Mongolei eine große Rolle. Gern knüpft der Gast an die guten, langjährigen Kontakte zu Freiberg an. "Ich bin das erste Mal in Freiberg und froh, mich mit eigenen Augen vom hohen Ausbildungs- und Forschungsniveau der TU Bergakademie überzeugen zu können. Die Universität besitzt einen international hervorragenden Ruf und ich finde es gut, dass wir enger kooperieren", so der Minister.

    Als Koordinator der Freiberger Universität wird sich Carsten Drebenstedt, Professor für Bergbau-Tagebau, darum kümmern, das Kooperationsabkommen mit Leben zu erfüllen. "Wir fangen ja nicht bei Null an, sondern bauen auf einer langjährigen Zusammenarbeit auf", berichtet und hofft auf einen regen Austausch von Studenten, aber auch Wissenschaftlern. "Beispielsweise könnten die künftigen Hochschullehrer, die in Ulan Bator den deutschsprachigen montanwissenschaftlichen Studiengang betreuen, bei einem Studienaufenthalt in Freiberg gezielt auf ihre Aufgaben vorbereitet werden." Als Partner will man den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) für Stipendien gewinnen.

    Die Ausgangssituation ist günstig. Rund 20 Hochschullehrer, die an der MUST tätig sind, haben ihr Studium in Deutschland absolviert, unterrichten Deutsch und sind damit prädestiniert für das deutsche Ausbildungsprogramm. Daneben sollen aber auch Freiberger Professoren an der Partneruniversität ihr Wissen weiter geben.

    Und auch in Freiberg gibt es gute Voraussetzungen. Erst jüngst absolvierten zwei Promotionsstudenten aus der Mongolei bei Prof. Drebenstedt erfolgreich ihr Studium. Stolz präsentierte der Professor den Gästen zwei Publikationen in Mongolisch. Sie entstanden in Gemeinschaftsarbeit und stellen eine praktische Grundlage für den neuen Studiengang dar: Ein Band über spezielle Tagebautechniken sowie ein Wörterbuch in Deutsch-Mongolisch- Russisch-Englisch mit bergbaulichen Begriffen.

    Bereich: Institut für Bergbau und SpezialtiefbauAnsprechpartner: Prof. Carsten DrebenstedtE-Mail:
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    • Aktualisierung: 06.12.2012,
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