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  • Oberbürgermeister würdigt bei Neujahrsempfang Gemeinsinn für Freiberg

     DRUCK
    10.01.2010
    Autor/en: Christian Möls
    Bild zu Oberbürgermeister würdigt bei Neujahrsempfang Gemeinsinn für Freiberg
    Gemeinwohl geht über dein Wohl - unter dieses Motto stellte Oberbürgermeister Bernd-Erwin Schramm am Sonntag seine Neujahrsansprache. In der vollbesetzten Nikolaikirche hob er dabei unter anderem das Engagement der Stifterin Erika Krüger für Freiberg hervor.
    Am zweiten Sonntag im Januar bittet die Stadt Freiberg traditionell zu einem festlichen Neujahrsempfang. Auch 2010 folgten wieder Gäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft der Einladung in die Konzert- und Tagungshalle St. Nicolai. Im Kirchenschiff und auf den Emporen verfolgten zahlreiche Freiberger Bürger die Neujahrsansprache des Oberbürgermeisters sowie die Auszeichnung mit dem Bürgerpreis 2009. Die Mittelsächsische Philharmonie unter Leitung von Jan-Michael Horstmann fand mit einem abwechslungsreichen Programm die richtigen Töne für einen heiteren und optimistischen Start ins Neue Jahr.

    „Gemeinwohl und Gemeinsinn sind hochaktuelle Begriffe“, stellte Bernd-Erwin Schramm in seiner Ansprache heraus. Er erinnerte daran, dass der Freiberger Stadtbaurat Gustav Rieß diese Gedanken schon vor über 80 Jahren in Stein meißeln ließ. Bis heute ist sein Schriftzug „Gemeinwohl geht über dein Wohl“ am Torbogen neben dem Donatsturm zu sehen.

    So wichtig das Motto bis heute sei, so schwer ließen sich daraus allgemeinverbindliche Ziele und Wege ableiten. „In pluralistischen Demokratien kann es keine allgemeine Definition von Gemeinwohl geben“, betonte Schramm. Der Begriff beziehe sich darauf vielmehr, wie eine politische Entscheidung zustande komme. „Wenn auf dem Weg der Konfliktlösung richtig kommuniziert, motiviert und integriert wird und eine Seite unter Beachtung der demokratischen Spielregeln irgendwann sagt: Das tut mir weh, aber ich gebe zu, es ist notwendig, dann entsprechen wir dem Spruch am Donatsturm“, so Schramm.

    Ergänzt werde müsse dies durch einen nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen. „Hier sind die Kompetenz der TU Bergakademie Freiberg als Ressourcenuniversität gefragt“, forderte Schramm und drückte seine Hoffnung aus, dass die Landespolitik die Rahmenbedingungen für die Errichtung eines nationalen Rohstoffzentrums in Freiberg schaffe.

    Beim freiwilligen und privaten Einsatz für das Gemeinwohl profitiere Freiberg besonders durch Stiftungen. Dabei stellte der Oberbürgermeister unter anderem das Engagement von Erika Krüger heraus. Die Vorsitzende des Stiftungsvorstandes „Dr. Erich Krüger Stiftung“ setzte sich persönlich für die Sanierung des Amtshauses auf dem Schlossplatz ein. „Mit dem Bau der Tiefgarage und der Neugestaltung des Schlossplatzes wird das Krügerhaus Bestandteil eines einmaligen Ensembles in der Altstadt. Frau Krüger, ich danke Ihnen im Namen der Bürger unsere Stadt“, wandte er sich direkt an die Stifterin, die zum Empfang nach Freiberg gekommen war.

    Beim Neujahrsempfang vergab die Stadt die Bürgerpreise 2009. In diesem Jahr nahmen Horst Walther und Gert Umbach die Auszeichnung entgegen.

    Foto: Oberbürgermeister Bernd-Erwin Schramm, Stifterin Erika Krüger und Rektor Prof. Bernd Meyer beim Neujahrempfang in der Nikolaikirche. (Fotograf: Rene Jungnickel)

    Bereich: UniversitätsleitungAnsprechpartner: Christian MölsE-Mail:
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    • Aktualisierung: 06.12.2012,
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