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Nachtlabor bringt Licht in Studienfragen

Chemnitzer Gymnasiasten entdeckten am Mittwochabend das Freiberger
Nachtleben an einem ungewöhnlichen Ort. Im Nachtlabor des Instituts
für Keramik, Glas- und Baustofftechnik entlockten die Schüler dem
Werkstoff Glas an der TU Bergakademie seine dunklen Geheimnisse.
Im vierten Stock des Erich-Rammler-Baus sind alle Beleuchtungen
ausgeschaltet. Um in den düsteren Forschungsräumen etwas erkennen zu
können, knipst Luise Brinster ihre Stirnlampe an. Mit sechs Mitschülern
drängt sich die 14-jährige Gymnasiastin in ein schmales Labor des
Freiberger Lehrstuhls für Glas- und Emailtechnik. Plötzlich wird es
hell. Matthias Hötzel öffnet den Forschungsofen, in dem er eine kleine
Glasscheibe auf 700 Grad Celsius erhitzt hat. Vorsichtig greift Luise
Brinster mit einer Zange nach der heißen Scheibe und legt sie schnell
zwischen zwei dicke Grafitplatten. "Nach dem Abkühlen steht das Glas
unter Spannung", erklärt der wissenschaftliche Mitarbeiter. "Dadurch
wird es fester und zerbricht in kleine, ungefährliche Krümel. Solches
Sicherheitsglas kommt zum Beispiel als Autoscheiben zum Einsatz."
Luise Brinster reicht die Zange weiter. Denn beim Nachtlabor muss jeder Teilnehmer die vorbereiteten Versuche selber ausprobieren. Insgesamt vier Stationen mit Experimenten haben die Mitarbeiter und Studenten des Freiberger Instituts für die Schüler aus Chemnitz aufgebaut. Neben dem Glashärten können die Gymnasiasten selber Emaillieren, Glasblasen oder Glasgießen. "Das können wir an unserer Schule nicht bieten", gibt Birgit Jahn zu. Die Chemielehrein am Johannes-Kepler-Gymnasium Chemnitz besucht zum ersten Mal mit Schülern der Klassen 8 bis 10 die Freiberger Universität. Das Gymnasium gehört zum Verein mathematisch-naturwissenschaftlicher Excellence-Center an Schulen (MINT-EC). MINT-EC ist eine Initiative der Wirtschaft, die gezielt mathematisch-naturwissenschaftliche Gymnasien unterstützt. Nur vier Schulen in Sachsen tragen diese Titel. "Als wir unsere Schüler gefragt haben, wer mit nach Freiberg fahren möchte, waren die zwanzig Plätze schnell weg", freut sich die Lehrerin. Deswegen möchte sie im nächsten Jahr gerne wieder das Nachtlabor besuchen.
Auch Luise Brinster kann sich vorstellen, nochmals an die Freiberger Uni zu kommen. Dann aber als Studentin. "Noch habe ich mich aber nicht endgültig festgelegt", räumt die Schülerin der Klasse 10 ein. Doch das Nachtlabor hat sie überzeugt. "Die Versuche und Erklärungen waren sehr interessant. So etwas habe ich an anderen Unis noch nicht erlebt", lobt die Gymnasiastin das Angebot zur Studieninformation.
Das Nachtlabor des Instituts für Keramik, Glas- und Baustofftechnik (IKGB) feierte im Dezember 2011 Premiere. Um den Freiberger Studiengang hautnah erleben zu können, lädt das IKGB regelmäßig von 19 Uhr bis Mitternacht zu einer Vorlesung und zahlreichen Experimenten zum Thema Glas ein. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Interessierte begrenzt, für Essen und Getränke müssen fünf Euro gezahlt werden. Bisher fanden vier Nachtlabore an der TU Freiberg statt, aufgrund der großen Nachfrage waren sie schnell ausgebucht. Das nächste Nachtlabor Glas ist für den Oktober geplant. Zuvor kann im September bei einem Nachtlabor der Werkstoff Keramik entdeckt werden.
(Beitrag erschienen am 18. Mai 2012 in Freie Presse)
Luise Brinster reicht die Zange weiter. Denn beim Nachtlabor muss jeder Teilnehmer die vorbereiteten Versuche selber ausprobieren. Insgesamt vier Stationen mit Experimenten haben die Mitarbeiter und Studenten des Freiberger Instituts für die Schüler aus Chemnitz aufgebaut. Neben dem Glashärten können die Gymnasiasten selber Emaillieren, Glasblasen oder Glasgießen. "Das können wir an unserer Schule nicht bieten", gibt Birgit Jahn zu. Die Chemielehrein am Johannes-Kepler-Gymnasium Chemnitz besucht zum ersten Mal mit Schülern der Klassen 8 bis 10 die Freiberger Universität. Das Gymnasium gehört zum Verein mathematisch-naturwissenschaftlicher Excellence-Center an Schulen (MINT-EC). MINT-EC ist eine Initiative der Wirtschaft, die gezielt mathematisch-naturwissenschaftliche Gymnasien unterstützt. Nur vier Schulen in Sachsen tragen diese Titel. "Als wir unsere Schüler gefragt haben, wer mit nach Freiberg fahren möchte, waren die zwanzig Plätze schnell weg", freut sich die Lehrerin. Deswegen möchte sie im nächsten Jahr gerne wieder das Nachtlabor besuchen.
Auch Luise Brinster kann sich vorstellen, nochmals an die Freiberger Uni zu kommen. Dann aber als Studentin. "Noch habe ich mich aber nicht endgültig festgelegt", räumt die Schülerin der Klasse 10 ein. Doch das Nachtlabor hat sie überzeugt. "Die Versuche und Erklärungen waren sehr interessant. So etwas habe ich an anderen Unis noch nicht erlebt", lobt die Gymnasiastin das Angebot zur Studieninformation.
Das Nachtlabor des Instituts für Keramik, Glas- und Baustofftechnik (IKGB) feierte im Dezember 2011 Premiere. Um den Freiberger Studiengang hautnah erleben zu können, lädt das IKGB regelmäßig von 19 Uhr bis Mitternacht zu einer Vorlesung und zahlreichen Experimenten zum Thema Glas ein. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Interessierte begrenzt, für Essen und Getränke müssen fünf Euro gezahlt werden. Bisher fanden vier Nachtlabore an der TU Freiberg statt, aufgrund der großen Nachfrage waren sie schnell ausgebucht. Das nächste Nachtlabor Glas ist für den Oktober geplant. Zuvor kann im September bei einem Nachtlabor der Werkstoff Keramik entdeckt werden.
(Beitrag erschienen am 18. Mai 2012 in Freie Presse)
| Bereich: Institut für Keramik, Glas- und Baustofftechnik | Ansprechpartner: Kathrin Häußler | E-Mail: |

