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  • Hirntoddiagnostik Thema eines Podiumsgesprächs an der TU Bergakademie Freiberg

     DRUCK
    23.01.2012
    Autor/en: Simon Schmitt
    Bild zu Hirntoddiagnostik Thema eines Podiumsgesprächs an der TU Bergakademie Freiberg
    Prof. Eberhard Schockenhoff Foto: Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
    Über die Möglichkeiten der modernen Medizintechnik diskutieren am Mittwoch, dem 25. Januar, Prof. Eberhard Schockenhoff, stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Ethikrates, und Dr. Christoph Uhrlau, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin des Kreiskrankenhauses Freiberg. Unter dem Thema „Sind Hirntote tatsächlich tot? – Sondierungen zum Ende menschlichen Lebens“ beschäftigen sich die beiden Experten ab 20 Uhr im Großen Hörsaal des Abraham-Gottlob-Werner-Baus auf der Brennhausgasse 14 in Freiberg mit den medizinischen Herausforderungen und den ethischen Implikationen der Hirntoddiagnostik.
    Eine Veranstaltung des Studium generale an der TU Bergakademie Freiberg greift die Vorbehalte vieler Menschen gegenüber der modernen Medizin und der Hirntoddiagnostik auf. „Wir können Ängste vor einer Verlängerung des Lebens in aussichtslosen Fällen beziehungsweise vor einer vorschnellen Todeserklärung zur Ausnutzung des sterbenden Menschen als „Ersatzteillager“ nicht einfach von der Hand weisen“, erläutert Albrecht Voigt vom Novalis-Forum, der das Gespräch moderiert.

    In der Wahrnehmung der Bevölkerung habe die Transplantationsmedizin das Verständnis des Todes in ein „Helldunkel des Zweifels und der Ungewissheit“ getaucht, da der Tod nicht mehr augenscheinlich wahrnehmbar sei, erklärt Voigt. „Daraus ergeben sich drängende Fragen: Ist der Hirntod ein sicheres Indiz für den Tod eines Menschen? Ist die personale Identität des Menschen an sein Gehirn gebunden?“

    Bei dem Podiumsgespräch widmen sich der stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Ethikrates Prof. Schockenhoff und der Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin des Kreiskrankenhauses Freiberg Dr. Uhrlau diesen Fragen. Die Veranstaltung wird vom Studium generale der Bergakademie, dem Kreiskrankenhaus Freiberg, der Katholischen Akademie des Bistums Dresden-Meißen und der Evangelischen Akademie Meißen organisiert. Der Eintritt ist frei, eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.

    Prof. Eberhard Schockenhoff ist seit 1994 Professor für Moraltheologie an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg. Seit 2001 ist er Mitglied im Nationalen Ethikrat, dem Vorgänger des Deutschen Ethikrates. In dieser Institution, die sich als unabhängiger Sachverständigenrat mit den Folgen der Forschung vor allem auf dem Feld der Lebenswissenschaften befasst, hat Prof. Schokenhoff 2008 die Position des stellvertretenden Vorsitzenden übernommen. In seinen zahlreichen Veröffentlichungen beschäftigt sich der Moraltheologe besonders mit den ethischen Fragen des Lebens.

    Dr. Christoph Uhrlau ist seit 2003 Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Kreiskrankenhaus Freiberg. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Pharmakologie und der Medizin-Ökonomie. Auf verschiedenen Vorträgen hat Dr. Uhrlau die Möglichkeiten und Grenzen der Intensivmedizin kritisch dargestellt.

    Bereich: Abteilung 2.3 - ÖffentlichkeitsarbeitAnsprechpartner: Ulrike SchöbelE-Mail:
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    • Aktualisierung: 06.12.2012,
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