Ältester Lehrstuhl für Umformtechnik in Deutschland feiert mit internationaler Fachtagung

Institut für Metallformung wird 90 Jahre alt.
An der TU Bergakademie Freiberg wurde vor 90 Jahren der deutschlandweit erste eigenständige Fachbereich für Umformtechnik gegründet, das heutige Institut für Metallformung. Gefeiert wird dieses Jubiläum im Rahmen der MEFORM, einer internationalen Fachtagung mit über hundert Teilnehmern aus Forschung

Mit der Einrichtung einer Professur für Walzwerkskunde wurde 1928 in Freiberg der deutschlandweit erste eigenständige Fachbereich für Umformtechnologie gegründet. Das daraus hervorgegangene Institut für Metallformung beschäftigt gegenwärtig rund 50 Mitarbeiter und ist einer der drittmittelstärksten Forschungsbereiche an der TU Bergakademie Freiberg. „Grundsätzlich ist die Geschichte der Metallformung in Freiberg mindestens 850 Jahre alt“, sagt Prof. Dr.-Ing. Prof. E.h. mult. Rudolf Kawalla, Direktor des Instituts und Prorektor Forschung der TU Bergakademie Freiberg.   „Schon die ersten Bergleute benötigten geschmiedete Werkzeuge und auch zur Verarbeitung des gewonnenen Silbers wurden Verfahren des Schmiedens, Walzens, Pressens und Ziehens eingesetzt. An diese Traditionen knüpfen wir in der heutigen Forschung mit modernen Technologien und mit einer wesentlich erweiterten Werkstoffpalette an, die von Leichtmetallen wie Magnesium und Aluminium über Eisen- und Stahlwerkstoffe bis zu Schwer- und Buntmetallen reicht.“

Die Fachtagung MEFORM vom 21. bis 23. März steht unter dem Motto „Ressourceneffiziente Werkstoff- und Umformtechnologien“. Schwerpunktthemen der insgesamt 45 Vorträge sind unter anderem aktuelle Trends auf dem Gebiet der Werkstoff- und Technologieentwicklung, Simulationsverfahren für die schnelle und detaillierte Prozessauslegung sowie energieeffiziente Walztechnologien zur Herstellung von metallischen Rohprodukten. Zudem gibt es ein Symposium zum Thema „Leichtmetalle und deren Legierungen unter dem Aspekt der Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit“. „Die Teilnehmer schätzen es besonders, dass bei dieser Tagung in Freiberg in kleinen überschaubaren Gruppen diskutiert wird“, erläutert Prof. Rudolf Kawalla. „Wir haben Anmeldungen aus Russland, Polen, Schweden, Österreich, der Schweiz und Tschechien.“

Die nächste MEFORM findet vom 20. bis 21. März 2019 statt und wird sich mit dem Thema „Simulationsbasierte Technologieentwicklung für die Werkstoffumformung“ auseinandersetzen.

http://tu-freiberg.de/fakult5/imf/veranstaltungen/meform-2018

http://tu-freiberg.de/fakult5/imf

Ansprechpartner: 
Heike Wemme, Telefon 03731/39-4186