17. Geokinematischer Tag des Instituts für Markscheidewesen und Geodäsie

Gruppenfoto der Tagungsteilnehmer auf dem Obermarkt am Brunnen mit dem Denkmal O
Neben dem Austausch über die neuesten Entwicklungen im Markscheidewesen und den angrenzenden Fachgebieten stand zum Geokinematischen Tag am 12. Mai vor allem das Jubiläum des emeritierten Professors für Markscheidewesen der TU Bergakademie, Dr.-Ing. habil. Jürgen Fenk, im Mittelpunkt.

Die Markscheidekunst zählt zu den ersten fünf Gründungsdisziplinen der TU Bergakademie Freiberg und wurde am Anfang von den im Freiberger Erzbergbau tätigen Markscheidern unterrichtet, und wird in diesen Tagen fast taggenau 250 Jahre an der Bergakademie gelehrt. 1871 wurde der erste Lehrstuhl für Markscheidekunde und Geodäsie gegründet. Neben dem Fokus auf die Automatisierung der markscheiderischen Tätigkeiten liegt seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts ein zusätzlicher Forschungsschwerpunkt auf der Bergschadenlehre, die in den jüngeren Jahren vor allem mit den Namen der noch aktiven Kollegen Professor Jürgen Fenk, der kürzlich seinen 80. Geburtstag feierte, und Professor Anton Sroka verbunden ist.

Zum Ehrenkolloquium von Prof. Fenk im Rahmen des 17. Geokinematischen Tages gratulierten unter anderem der Rektor Prof. Dr. Klaus-Dieter Barbknecht, Dr. Arnd Böttcher im Auftrag des Oberbürgermeisters der Universitätsstadt Freiberg sowie der Laudator Prof. Dr.-Ing. Tobias Scheffler von der Hochschule Magdeburg-Stendal. Der Rektor bedankte sich bei Prof. Jürgen Fenk für seine großen Leistungen in Lehre und Forschung an der TU Bergakademie Freiberg. Seine hervorragenden Forschungsergebnisse hätten nicht nur auf nationaler, sondern auch auf internationaler Ebene zu hohem Ansehen geführt.

Über die neuesten Entwicklungen im Markscheidewesen informierten im Anschluss zahlreiche Vortragende. Über 200 Teilnehmer aus der Industrie und aus Hochschulkreisen verfolgten die Vorträge zu Themen wie der Ingenieurvermessung im Bergbau, der Modellierung von Lagerstätten und der geostatistischen Analyse, Fernerkundungstechnologien, Rekultivierungsstrategien im aktiven Lausitzer Braunkohlenbergbau oder Risikobewertungen von Altbergbauflächen auf Basis von Bruchwahrscheinlichkeiten.

Zum Auftakt des zweiten Tagungstages, 13. Mai, stellte Dipl.-Ing. Stephan Malecki das von ihm gemeinsam mit Dr. Ralph-Uwe Börner und Prof. Klaus Spitzer entwickelte Verfahren zur absoluten Positionierung unter Tage mittels transient-elektromagnetischer Felder vor. Andreas Geier von der TU Bergakademie Freiberg erklärte, wie sich mit Time-of-Flight Kameras eine 3D-Geometrieerfassung unter Tage durchführen lässt, um komplex strukturierte Lagerstätten erkunden zu können und dadurch die Gewinnung wirtschaftsstrategischer Rohstoffe zu vereinfachen.

Ansprechpartner: 
Dr. Ralf Donner, Tel.: 39-3555