Einladung internationaler Gastwissenschaftler/innen

Möchten Sie einen internationalen Gastwissenschaftler in Freiberg empfangen, sollten Sie folgende Dinge beachten:

Finanzierung
Es ist üblich, dass ein internationaler Gastwissenschaftler, der seinen Besuch von sich aus ankündigt, auch die Finanzierung seiner Reise selbst organisiert. Neben der Reisekostenausstattung durch eine Institution seines Heimatlandes ist bei längeren Aufenthalten in Deutschland - ca. ab 4 Wochen - auch die Beantragung eines Stipendiums bei einer deutschen Fördereinrichtung möglich. In aller Regel muss der Antrag vom internationalen Gastwissenschaftler direkt bei der deutschen Fördereinrichtung gestellt werden. In diesem Fall benötigt der Gast für seinen Antrag von Ihnen lediglich eine formlose Betreuerzusage. Entsprechende Förderprogramme findet man auf den Internetseiten des DAAD unter "Studieren und Forschen in Deutschland"/ Stipendiendatenbank.
Nur in Ausnahmefällen (z.B. Gastdozentenprogramm des DAAD) darf die Beantragung durch den deutschen Wissenschaftler erfolgen. Im Einzelfall können Sie sich gern bei Frau Lange im IUZ beraten lassen.

Schriftliche Einladung für das Visum
Für die Beantragung des Visums benötigen Gäste aus Nicht-EU-Staaten in aller Regel von Ihnen eine schriftliche Einladung. Die Einladung sollte auf einem offiziellen Briefbogen der TU BAF folgende Angaben beinhalten:

  • Name des einzuladenden Gastes
  • Geschäftlicher Grund der Einladung
  • Ggfs. Angaben zur Unterkunft
  • Termin/ Zeitraum für die Einladung
  • Evtl. Angaben, welche Kosten genau Sie bereit sind zu übernehmen (diese müssen tatsächlich abgedeckt sein) oder die Formulierung "Kosten für den Aufenthalt an der TU BAF werden nicht übernommen".
  • Die Formulierung: "Ich empfehle Ihnen den Abschluss eines ausreichenden Kranken- und Unfallversicherungsschutzes vor Antritt der Reise"

Gelegentlich bestehen internationale Gäste darauf, dass im Einladungsschreiben ausdrücklich auf die §§ 66 ff des AufenthG Bezug genommen werden. Damit gehen Sie als Gastgeber (nicht die Universität!) eine persönliche Verpflichtung ein, alle anfallenden Kosten des Deutschlandbesuches zu übernehmen. Das betrifft nicht nur die Unterkunfts- und Verpflegungskosten sondern im ungünstigsten Fall auch Kosten bei Krankheit, Unfall usw. Diese Verpflichtung bzw. die daraus entstehenden Kosten sind nach dem Gesetz vollstreckbar! Die Verpflichtung nach §§ 66 ff AufenthG ist möglich aber aus Sicht des IUZ nicht zu empfehlen.

Krankenversicherung
Weisen Sie Ihren Gast bitte ausdrücklich darauf hin, dass er bereits im Heimatland eine ausreichende Auslandskrankenversicherung abschließen muss. Sollte das im Ausnahmefall nicht möglich sein, sind wir bei der Vermittlung einer - in der Regel teureren - Versicherung in Deutschland behilflich.

Unterkunft
Die Reservierung selbst muss durch Sie als Gastgeber vorgenommen werden, damit bei Terminverschiebungen/ Reiseabsagen die Zimmerreservierung auf direktem Weg umdisponiert werden kann und keine Stornogebühren anfallen. Hier finden Sie einen Wegweiser für die Suche nach einer geeigneten Unterkunft für Ihre Gäste.

Behörden in Deutschland
Bei Kurzaufenthalten bis zu drei Monaten ist eine Anmeldung des internationalen Gastes bei deutschen Behörden nicht erforderlich.
Bei Aufenthalten über drei Monate muss sich der Gast innerhalb der ersten zwei Wochen persönlich melden
1. beim Bürgerbüro, Obermarkt 21 (mitzubringen ist der Reisepass und der Mietvertrag) und
2. bei der Ausländerbehörde (mitzubringen ist der Reisepass, der Mietvertrag, der Nachweis über eine Krankenversicherung, ein Nachweis über die Finanzierung seines Aufenthaltes/ z.B. Stipendienzusage, Begleitschreiben des Instituts zum Aufenthaltszweck, 2 Passfotos); bei hochqualifizierten Gastwissenschaftlern kann in Ausnahmefällen mit der Ausländerbehörde ein Termin außerhalb der Sprechzeit vereinbart werden.