Feststellung der Schwerbehinderung oder Gleichstellung

Menschen sind gemäß § 2 SGB IX behindert:

  • wenn ihre körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweichen,
  • daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist,
  • wenn die Beeinträchtigung zu erwarten ist, ist man von Behinderung bedroht,
  • wenn der Grad der Behinderung bei 50% liegt,
  • oder gleichgestellt, wenn ein Grad der Behinderung von mindestens 30% oder mehr und weniger als 50% vorliegt.

Feststellung des Grades der Behinderung (GdB):

  • i.d.R. durch Versorgungsamt
  • ansonsten Rentenbescheid, Verwaltungs- oder Gerichtsentscheidung
  • richten sich nach bundeseinheitlichen Orientierungsrahmen "medizinischen Versorgungsgrundsätzen"
  • GdB ist ein Maß für die körperlichen, geistigen, seelischen und sozialen Auswirkungen einer Funktionsbeeinträchtigung aufgrund eines Gesundheitsschadens
  • werden in 10% Schritten bis 100% angegeben
  • GdB und Merkzeichen, die im Schwerbehindertenausweis (Antragstellung beim Versorgungsamt) festgehalten sind, bestimmen den Umfang des Nachteilsausgleichs z.B. Steuervergünstigung, Berechtigung auf Behindertenparkplatz zu parken, Vergünstigung im öffentlichen Nahverkehr