Verteidigungstermine

[Fakultät 6]
Effiziente Steuerung von finanziellen Mitteln in der Straßenbauverwaltung durch die Bilanzierung des Straßeninfrastrukturvermögens - Möglichkeiten und Grenzen, Herr Dipl.-Ökonom Reinhardt Stuhr

Montag, 26. Februar 2018, 15:30 Uhr, 
Raum 3.105, Schlossplatz 1, 3. OG

Abgeleitet aus den Zwecken der öffentlichen Rechnungslegung und dem Prinzip der Generationengerechtigkeit ist eine Bilanzierung der staatlichen Straßeninfrastruktur in Anlehnung an das HGB sowie die GoB vorzunehmen. Voraussetzung für diese Bilanzierung ist die wirtschaftliche Übertragung des Eigentums auf den Bilanzersteller. Gesonderte Postenbezeichnungen unter Beibehaltung der Gliederungsvorschriften §§ 266 und 275 HGB sind sachgerecht. Zum Zeitpunkt der Erstbewertung sind Zeitwerte in Anlehnung an das Sachwertverfahren zu bestimmen. Die Folgebewertungen entsprechen dem Anschaffungswertprinzip. Dabei ist der Nutzungs- und Funktionszusammenhang von Straßen maßgebend, ohne einzelne Vermögensgegenstände der Straßeninfrastruktur in weitere Komponenten zu zerlegen. Steuerungs- und Planungswirkungen für die Bereitstellung ausreichender finanzieller Mittel sind nur langfristig zu erwarten. Dazu ist ein Asset Management für die staatliche Straßeninfrastruktur zu entwickeln.

[Fakultät 4]
Mechanische Aufbereitung der Feinfraktion zerkleinerter
Lithium-Ionen-Batterien, 
Frau Dipl.-Ing. Martha Gellner

Donnerstag, 08. März 2018, 15:00 Uhr, 
Großer Hörsaal Karl-Kegel-Bau, KKB-2030, Karl-Kegel-Bau, Agricolastraße 1,
2. OG

Durch die mechanische Aufbereitung einer Mn-, Co-, Ni-haltigen Feinfraktion (FF) mit einem ermittelten Aktivmaterialgehalt zwischen 33,2 und 54,9 Ma.-% kann die Reduzierung der Gehalte von Graphit und Al (Störstoffe für hydrometallurgische Aufbereitung) sowie eine Voranreicherung der Wertstoffe Co, Ni und Cu in bestimmten Produkten erzielt werden. Aus den dazu geeigneten trockenen Sortierprozessen wurde das Fließbild für ein resultierendes technologisches Aufbereitungsverfahren, welches eine Siebklassierung bei x = 200 µm und x = 800 µm mit einer evtl. nachgeschalteten Magnetscheidung (vorzugsweise) oder Gegenstromsortierung für die Klasse 0,2…0,8 mm umfasst, erstellt. Als nasser Dichtesortierprozess hat sich die Schwimm-Sink-Sortierung ebenso als geeignet erwiesen. Der Aufschlussgrad bezüglich der Aktivmaterialien ist mit max. 37,9 % unzureichend. Die Partikel der FF können durch die Beanspruchung in einer Fliehkraftmühle und mittels Ultraschall zerkleinert werden. Eine Vereinheitlichung der aufzubereitenden FF und kontinuierliche Anpassung des erstellten Fließbildes ist notwendig.

[Fakultät 5]
Beitrag zum Elektronenstrahl-Randschichthärten in Kombination mit einer PVD-Hartstoffbeschichtung,
Frau Dipl.-Ing. Gundis Grumbt

Freitag, 09. März 2018, 10:00 Uhr, 
Hörsaal Geophysik, MEI-0080, Otto-Meißer-Bau, Gustav-Zeuner-Straße 12,
EG

Die Beanspruchbarkeit von PVD-Hartstoffschichten auf relativ weichen Vergütungsstählen als Substrat ist durch die begrenzte Stützwirkung stark eingeschränkt. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, das lokale Beanspruchungsverhalten durch die Kombinationsbehandlung PVD-Beschichtung mit nachfolgendem Elektronenstrahl-Randschichthärten (EBH) zu verbessern. Es wurden Untersuchungen zur Wirkung des Aufbaus, der Morphologie sowie der Dicke von Ti1-xAlxN-Schichten einerseits auf den Energieeintrag beim EBH und die EB-Behandlungsergebnisse und andererseits auf der Stabilität der Schichten gegenüber der kurzzeitig thermischen Belastung durchgeführt. Durch die PVD-Schichten nimmt der Wirkungsgrad beim EBH zu. Aus dem Schädigungsverhalten der Schichten wurden Maßnahmen zur Rissvermeidung abgeleitet. Das nachfolgende EBH hat keine signifikanten negativen Veränderungen der Hartstoffschicht (chemische Zusammensetzung, Struktur, Gefüge, Härte) zur Folge. Die Stützwirkung des Substrates für die Hartstoffschicht nimmt durch das nachfolgende EBH signifikant zu. Die Oberflächenhärte und die kritischen Lasten im Ritzversuch steigen um den Faktor zwei bis drei. Im Modellverschleißversuch (Stift-Scheibe, ungeschmiert) kommt die verbesserte Stützwirkung im mittleren Lastbereich (F = 10-15 N) zum Tragen. 

[Fakultät 4]
Beitrag zur Modellierung des Betriebsverhaltens von Pelletiertellern für Eisenerz, Herr Dipl.-Ing. Jan Lampke

Freitag, 23. März 2018, 14:00 Uhr, 
Hörsaal Maschinenbau, WEI-1051, Julius-Weisbach-Bau, Lampadiusstraße 4,
1. OG

Zur ressourcenschonenden Erzeugung von Roheisen und Eisenschwamm wird häufig Eisenerzkonzentrat in Form von Pellets eingesetzt. Eisenerzpellets zeichnen sich durch einen hohen Eisengehalt, eine enge Partikelgrößenverteilung und ein hohes Rundheitsmaß aus. In der Praxis hat sich herausgestellt, dass die Betriebsbedingungen der Pelletierteller die Granulometrie und die Festigkeit der Aufbauagglomerate stark beeinflussen. Ziel dieser Dissertation ist die mathematisch-statistische Modellierung des Betriebsverhaltens eines Pelletiertellers für Eisenerzkonzentrat. Um die Extrapolation der Erkenntnisse in den industriellen Maßstab ermöglichen zu können, wurden die Untersuchungen im kontinuierlichen Betrieb im Pilotmaßstab durchgeführt. Die gewonnenen Erkenntnisse erlauben Anwendern von Pelletiertellern eine zielgerichtete Prozessverbesserung. Mit den Schlussfolgerungen wird Anlagenplanern die Auslegung von Aufbauagglomerationsprozessen im Pelletierteller erleichtert, wodurch eine Steigerung der Anlagenverfügbarkeit und -effizienz erreicht werden kann. 

 

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