Lagerstätten-Sammlung

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Geschichte

Die Lagerstätten-Sammlung hat ihre Wurzeln in drei von Abraham Gottlob WERNER (1749-1817) angelegten Teilkollektionen. Er bezeichnete sie als "physikalische" Mineraliensammlung, "geographische" Mineraliensammlung oder "Suitensammlung" und "ökonomische" Mineraliensammlung. Sie waren Bestandteile seines Mineralienkabinettes. Nach dem Tode WERNER's erfolgte die Aufgliederung der geowissenschaftlichen Ausbildung in Mineralogie (Oryktognosie) und Geologie (Geognosie). So begann Carl Amandus KÜHN (1783-1848), der 1816 zur Unterstützung WERNER's an die Bergakademnie berufen wurde im Jahre 1818 mit dem Aufbau einer geognostischen Sammlung, die durch Belegmaterial zahlreicher Kartierungsarbeiten und Auslandsaufenthalte Karl Friedrich NAUMANN's (1797-1873) und Bernhard v. COTTA's (1808-1879) erheblich erweitert wurde. Alfred Wilhelm STELZNER (1840-1895) formierte das Material zur Erzlagerstättensammlung, die später von Richard BECK (1858-1919) weiter systematisiert wurde. Durch Friedrich SCHUMACHER (1884-1975) kamen umfangreiche Kollektionen von ausländischen Lagerstätten hinzu. Er ordnete die Lagerstättensammlung neu und baute sie gezielt zu einem einzigartigen Lehrmittel aus.

Mit der Einrichtung des Lehrstuhles "Lagerstättenlehre" übernahm Oskar Walter OELSNER (1902-1963) die wissenschaftliche Betreuung der Sammlung. Die stürmische Entwicklung der geologischen Wissenschaften in den 60-er und 70-er Jahren führte u.a. auf dem Gebiet der Lagerstättenforschung und -lehre zu neuen Arbeits- und Betrachtungsweisen. Unter Leitung von Ludwig BAUMANN (geb. 1929) wurde die Sammlung von 1972 bis 1976 auf der Grundlage seiner Lehrkonzeption vollständig umgestaltet.

Während der Schaffenszeit von O.W. OELSNER und L. BAUMANN konnte die Bergakademie wichtige Bestände anderer geowissenschaftlicher Einrichtungen übernehmen, so z.B. die Historische Freiberger Reviersammlung, eine beispiellose Gangdokumentation des Bergbaus von 1820-1913. Weitere wichtige Zugänge waren 1991 die Sammlung der Grube "Einheit" Elbingerode, die Probensammlung der Uranerz Bonn GmbH sowie eine Kollektion von Belegen der ehemaligen SDAG Wismut. Beachtliche Belegsammlungen wurden durch die lagerstättenkundlichen Exkursionen nach Norwegen, Schweden, Südafrika, Simbabwe, Namibia und Spanien eingebracht.

Sammlung

Die Lagerstätten-Sammlung umfasst ca. 120.000 Belege.

 

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