Was ist Geoinformatik?

Geoinformatik - Die systematische Verarbeitung ortsbezogener Daten

Das dreidimensionale Modell eines Erzkörpers ist überschaubarer als die Natur. Sie können es von allen Seiten betrachten. Sie können hindurchreisen. Sie können sich vom Modell wichtige Fragen beantworten lassen:

  • Wo ist der Erzgehalt hoch?
  • Wo befinden sich Zonen, an denen sich der Abbau nicht lohnt?

Die Grundlage des Modells sind Geodaten. Solche Daten werden in riesigen Mengen erfasst:

  • Schwermetallgehalte von Böden,
  • Pegelstände in Flüssen und Brunnen,
  • Bilder von hunderten Satelliten.

Um systematisch mit Geodaten zu arbeiten, braucht man sowohl gute Kenntnisse in Geowissenschaften als auch in Informatik. Nur dann kann man so unterschiedliche Daten wie Satellitenbilder und Spurenelementgehalte fachgerecht kombinieren.

Die Geoinformatik schlägt eine Brücke zwischen beiden Fachrichtungen. Sie werden lernen, wie man aus abstrakten Daten 3D-Modelle und digitale Karten erstellt, die Fragen beantworten können, und wie statistische Methoden angewendet und geologische Prozesse simuliert werden. Bei allen Verfahren muss der Ortsbezug der Daten immer erhalten bleiben, denn Sie wollen ja wissen, wo der Boden verseucht ist oder wo Hochwassergefahr besteht.

Nach ausgebildeten Geoinformatikern besteht große Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt.