Günther-Bock-Award to Felix Hlousek

Günther-Bock-Award to Felix Hlousek

14.3.2016

The official press release of TUBAF can be found here.

Im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft (DGG), die vom 14.-17. März in Münster stattfand, wurde Herr Felix Hlousek vom Institut für Geophysik und Geoinformatik der TU Bergakademie Freiberg mit dem hochrangigen Günter-Bock Preis geehrt. Die Verleihung des Preises fand während der Eröffnungsveranstaltung der Tagung statt, an der neben Vertretern der DGG auch die Rektorin der Universität Münster sowie die Bürgermeisterin der Stadt Münster teilnahmen. Neben der eigentlichen Ehrung wurde Herrn Hlousek auch die Möglichkeit gegeben, mit einem anschließenden Vortrag seine  Forschungsergebnisse dem Publikum der Eröffnungsveranstaltung näher vorstellen.

Der Preis wird von der Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft im Gedenken an den im Jahre 2002 bei einem Flugzeugabsturz verunglückten Seismologen Günter Bock vergeben. Die Auszeichnung erfolgt an Nachwuchswissenschaftler/-innen aus dem deutschsprachigen Raum für eine hervorragende wissenschaftliche Publikation auf dem Gebiet der Geophysik, die sich durch wissenschaftliche Originalität, Qualität der Ergebnisse und Gestaltung auszeichnet. Dabei muß es sich um eine der ersten Publikationen des Autors/der Autorin handeln, die von ihm/ihr als Erstautor/in veröffentlicht ist. In der Laudatio wurde betont, daß sich die Publikation von Herrn Hlousek sowohl durch wissenschaftliche Originalität auszeichnet und richtungweisende Ergebnisse von besonders hoher Qualität präsentiert, als auch in der Gestaltung vorbildlich und lehrbuchhaft anschaulich ist.

Die Arbeit von Herrn Hlousek befaßt sich mit dem viel erforschten, aber noch immer nicht abschließend gelösten Problem der seismischen Abbildung komplexer Strukturen der Erdkruste im Kristallin. Eine enorme Verbesserung dieser seismischen Abbildungen erzielt Herr Hlousek, indem er die entsprechenden seismischen Abbildungsverfahren um fokussierende Komponenten erweitert und so die Abbildungsqualität signifikant verbessert. Dies wird sowohl an synthetischen Modellen als auch an realen Daten aus dem Umfeld der Kontinentalen Tiefbohrung in der Oberpfalz eindrucksvoll demonstriert. Auf Grund dieser ausgezeichneten Ergebnisse kann erwartet werden, daß sich diese seismische Methodik durchsetzen wird und sie besonders auch für die Neubearbeitung früherer seismischer Messdaten neue und interessante Erkenntnisse erzielen dürfte.

Die Publikation ist unter der folgenden Referenz einzusehen:

Hloušek, F., O. Hellwig, und S. Buske (2015), Improved structural characterization of the Earth’s crust at the German Continental Deep Drilling Site using advanced seismic imaging techniques, J. Geophys. Res. Solid Earth, 120, 6943–6959, doi:10.1002/2015JB012330.