Gute wissenschaftliche Praxis

Die TU Bergakademie Freiberg orientiert sich in ihrer Forschung und ihren wissenschaftlichen Arbeiten an den Grundsätzen guter wissenschaftlicher Praxis. Gute wissenschaftliche Praxis betrifft das wissenschaftliche Arbeiten und Dokumentieren, den Umgang und die Kommunikation mit Studenten und Kollegen und  das Publizieren von Ergebnissen. Dazu wurde die Richtlinie hin zu einer Ordnung überarbeitet, die nun für alle Wissenschaftler und Studierende der TU Bergakademie Freiberg verbindlich ist. Wissenschaftler und Studierende der Universität erhalten damit Ratschläge und Unterstützung; der Umgang mit Konfliktfällen ist klar geregelt und mit konkreten Arbeitsanweisungen untersetzt.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat 2013 ein  erweitertes Memorandum zum Thema Sicherung gutes wissenschaftlicher Praxis veröffentlicht. Dies Memorandum liegt in deutscher und in englischer Sprache vor und zeigt auch auf, wie Fragen der Ethik und Qualität in der Forschung in anderen Ländern geregelt sind. Im DFG Memorandum sind auch Hinweise zum Qualitätsmanagement und zum Verhalten bei Verdacht auf Verstöße enthalten.

Der Wissenschaftsrat hat ein aktuelles Positionspapier mit Empfehlungen zur wissenschaftlichen Integrität vorgelegt. Es gibt neben einen Überblick über bisherige nationale und internationale Leitlinien zur guten wissenschaftlichen Praxis und ihren Umsetzungsstand auch Empfehlungen, wie die Kultur wissenschaftlicher Integrität im System gestärkt werden kann (Präventionsstrukturen, Umgang mit Verdachtsfällen auf Fehlverhalten). Die Prävention betrifft dabei nicht nur Maßnahmen zur Vermeidung gravierender Fälle, sondern auch den "Graubereich" von Formen wissenschaftlichen Fehlverhaltens wie fragwürdige Forschungspraktiken.

Sicherheitsrelevante Forschung und ethische Aspekte der Forschung

In vielen Wissenschaftsgebieten können Forschungsergebnisse auch missbraucht werden (dual use). Zu diesem Themenbereich hat die DFG gemeinsam mit der Leopoldina im Juni 2014 Empfehlungen veröffentlicht und einem "Gemeinsamen Ausschuss" als Beratungsgremium geschaffen. An der TU Bergakademie Freiberg befasst sich die Kommission Wirtschaftsentwicklung und Bibliothekswesen auch mit ethische Aspekten der Forschung und sicherheitsrelevanter Forschung. Vorsitzender dieser Kommission ist der Prorektor für Forschung.

Einen Ethikleitfaden der Europäische Kommission gibt es für die Antragstellung von Forschungsprojekten im Rahmenprogramm HORIZON 2020. Er gibt unter anderem Hilfe beim Ausfüllen des  Dokuments "Ethics Self-Assessment", das Bestandteil der Anträge ist. Die aktuelle Version des Leitfadens ist hier abrufbar.

Weitere Informationen zum Thema sind über das Teilnehmerportal der EU-Kommission abrufbar.