TU Delft und TU Freiberg veranstalteten erste Europäische Konferenz von H2020

Deckblatt Tagungsband RTM 2017
Am 10. und 11. Oktober veranstalteten die Koordinatoren des Europäischen H2020 Projektes Real-Time Mining, das Resource-Engineering Institut der TU Delft und das Institut für Markscheidewesen und Geodäsie der TU Freiberg, die erste Real-Time Mining Konferenz im Industrieelle Groote Club in Amsterdam

 

Über 75 Teilnehmer aus Wissenschaft und Praxis diskutierten aktiv über aktuelle Entwicklungen in Automation im Bergbau, im Speziellen über Geo-Sensorik, Datentransfer und Management, Big-Data- Analyse und Modellierung sowie Prozessoptimierung in Erkundung, Gewinnung und Aufbereitung Mineralischer Rohstoffe. „Mit dieser Konferenz konnten wir eine Plattform zur Kommunikation zwischen den großen Europäischen Projekten im Rohstoffsektor bieten, und so wichtige Verknüpfungen herstellen und Synergien heben. Die bearbeiteten Themen zeigen ein hohes Potential, der Industrie ‚game-changing‘ Technologien und konkrete Lösungen zur Digitalisierung im Bergbau zur Verfügung zu stellen. Die Resonanz der Teilnehmer war überaus positiv und wir haben vor, in zwei Jahren dieses Format zu wiederholen“, so Professor Jörg Benndorf, Mitveranstalter der Konferenz. Der zentrale Ort der Veranstaltung, Amsterdam, ermöglichte Teilnehmern aus über 10 Europäischen Ländern die Teilnahme. Der Tagungsband der Konferenz steht auf der Projektwebseite online zur Verfügung

Hintergrund: Das Projekt Real-Time Mining entwickelt einen innovativen gesamtheitlichen Ansatz, der einen Paradigmenwechsel von einer diskontinuierlichen periodischen Prozesssteuerung zu einem kontinuierlichen Prozess- und Qualitätsmanagementsystem in der Gewinnung mineralischer Rohstoffe unterstützt. Zentraler Kern des Real-Time-Mining-Ansatzes ist eine Echtzeit - Feedbackschleife, welche die während der Gewinnung und Aufbereitung von Erzen erfassten Online-Daten Produktionsdaten, im speziellen Daten bezüglich der Rohstoffqualität, schnell in ein sequentiell aktualisierbares Vorratsmodell integriert. Dies ermöglicht eine schnelle Reaktion auf Veränderungen und eine damit einhergehende Optimierung von Entscheidungen im Zusammenhang mit der kurzfristigen Planung und Produktionssteuerung. Das Institut für Markscheidewesen und Geodäsie (Prof. Jörg Benndorf) sowie die Professur für Spezialverfahren der untertägigen Rohstoffgewinnung (Prof. Helmut Mischo) sind aktiv in Forschung und Koordination involviert.

Nähere Informationen unter

www.realtime–mining.eu oder

Institut für Markscheidewesen und Geodäsie.