Begriff "Markscheidewesen"

Studiengang Markscheidewesen

 

Der Diplomstudiengang Markscheidewesen und Geodäsie an der TU Bergakademie Freiberg bereitet auf eine berufliche Tätigkeit als Markscheider oder als Diplom-Vermessungsingenieur mit Spezialisierung auf Ingenieurvermessung im Berg- und Tiefbau vor. Dafür lernen die Studierenden, raumbezogene Informationen und deren zeitliche Veränderungen zu erfassen, zu analysieren, zu modellieren sowie im Kontext unter verschiedenen Aspekten zu interpretieren und zu werten. Das Studium qualifiziert für die fachliche Zulassung zur Referendarausbildung im Markscheidefach. Einsatzmöglichkeiten für Absolventen des Studienganges bestehen vor allem im Bergbau, der Energie- und Rohstoffwirtschaft sowie im Bauwesen und im öffentlichen Dienst. 

 

Begriff "Markscheidewesen"

 

Julius Ludwig Weisbach (1806 - 1871):

"Obwohl der Ausdruck Markscheidewesen, welcher aus den altdeutschen Wörtern Mark (Grenze) und scheiden (trennen oder theilen) zusammengesetzt ist, einen allgemeineren Sinn hat, so versteht man doch in der Regel darunter nur diejenigen Operationen, wodurch die räumlichen Verhältnisse von den Lagerstätten nützlicher Mineralien und von den Anlagen zur Gewinnung derselber ausgemittelt werden. Es ist hiernach die Markscheidekunst, wie die Feldmesskunst, nur ein Theil der allgemeinen Messkunst."


Heute kommen zu diesen klassischen Aufgaben noch ökonomische Fragestellungen, die Berücksichtigung von Bergschäden, insbesondere die Einwirkung des Bergbaus auf die Tagesoberfläche und die Betreuung von Genehmigungsverfahren hinzu.