Das Institut für Anorganische Chemie der TU Bergakademie Freiberg besteht aus zwei Arbeitskreisen:
Im AK Salzchemie werden Lösereaktionen von Mineralen in komplex zusammengesetzten Salzlösungen sowie die Kristallisation von Mineralen aus solchen Lösungen in weiten Bereichen von Temperatur und Druck untersucht. Für Anwendungen in den Bereichen Geo-, Umwelt- und Bauchemie werden Methoden zur Modellierung, gezielten Steuerung und Vorausberechnung dieser Prozesse erstellt. Untersuchungen zum Schmelzen und Erstarren von Salzmischungen sowie zu ihrer Reaktivität dienen der Entwicklung von Materialien zur Wärmespeicherung und umweltfreundlicher Reaktionsmedien für die chemische Industrie und dem Recycling von Halbleitern.
Das Institut bietet generell an, Synthese- und Charakterisierungsarbeiten zu den oben genannten Themenbereichen in Form von Einzelaufträgen oder im Rahmen von Kooperationsprojekten durchzuführen. Dazu steht eine breite Palette präparativer (Gloveboxen, Schlenk-Anlagen, Autoklaven, Hochdruckpressen, Abscheidungs- und Beschichtungsanlagen), spektroskopischer (FTIR-, Raman-, UV-Vis-, multinukleare Lösungs- und Festkörper-NMR-Spektroskopie), thermoanalytischer (TGA, DTA, DSC), diffraktometrischer (Pulver, Schichten und Einkristalle) sowie morphologischer (Licht- und Elektronenmikroskopie) Methoden zur Verfügung. Weiterhin können ausgewählte Materialeigenschaften wie beispielsweise die Mikrohärte und Eindruck-Bruchzähigkeiten ermittelt werden.