Gruppenleiter Prof. Dr. Dirk C. Meyer

Prof. Dr. Dirk C. Meyer


Professur für Verbindungshalbleiter und Festkörperspektroskopie

Institutsdirektor Experimentelle Physik

Raum: OG.05

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Prof. Dirk C. Meyer ist kristallographisch orientierter Festkörperphysiker. In seiner Promotion beschäftigte er sich mit der Struktur und den Anwendungen von Halbleitern und Nanometerschichtsystemen. Die Anwendungsbereiche lagen dabei vorwiegend in den Bereichen der Röntgenoptik und Sensorik sowie der Datenspeicherung. Enge Kooperationen, insbesondere im Rahmen des DFG-Sonderforschungsbereiches 422 „Strukturbildung und Eigenschaften in Grenzschichten“, des Sonderforschungsbereiches 463 „Seltenerd-Übergangsmetallverbindungen: Struktur, Magnetismus und Transport“ sowie der DFG-Forschergruppe 520 „Ferroische Funktionselemente: Physikalische Grundlagen und Konzepte“ kennzeichneten die einschlägige Arbeit der Arbeitsgruppe und das Bestreben, jeweils entlang einer geschlossenen Kette, ausgehend von der Synthese über die Kristallstruktur und Grenzflächenmorphologie bis hin zu den Eigenschaften und Anwendungen zu arbeiten.

Begleitend hat Prof. Dirk C. Meyer zur methodischen Entwicklung im Bereich der Röntgenanalysemethoden, hier insbesondere mit frühen Arbeiten zur quantitativen Ausarbeitung der Methode der DAFS und der Kombination von XAFS und XSW in einem Experiment, beigetragen. Diese Arbeiten wurden durch die Verleihung des Max-von-Laue-Preises der Deutschen Gesellschaft für Kristallographie im Jahre 2004 herausgehoben gewürdigt. Hinzu kamen Arbeiten zur Instrumentierung von Synchrotronexperimenten, wie die Entwicklung und der Bau spezifischer Halbleiterdetektoren und Arbeiten für die digitale Signalprozessierung zur Erweiterung des Dynamikbereiches dieser Systeme.

Während der Zeit als Leiter einer selbstständigen Nachwuchsgruppe und seiner Juniorprofessur für „Nanostrukturphysik“ baute Prof. Dirk C. Meyer an der TU Dresden eine Gruppe von insgesamt über 15 Diplomanden, Doktoranden und wissenschaftlichen Mitarbeitern auf. In den Bereichen Lehre und Forschung widmete er sich u. a. der Kristallographie und den Röntgenmethoden mit besonderer Intensität. Neben der Fortführung der methodischen Arbeiten unter Nutzung von Synchrotronstrahlung, lag ein besonderer Arbeitsschwerpunkt auf Kopplungsphänomenen zwischen elektromagnetischen Feldern und der Kristallstruktur sowie deren Anwendungen für Funktionselemente. Aus diesen Vorarbeiten leitet sich auch der Zugang zu den am Institut für Experimentelle Physik im Fokus stehenden Fragestellungen ab.

Nach einjähriger Wahrnehmung einer Vertretungsprofessur für „Verbindungshalbleiter und Spektroskopie“ am Institut für Experimentelle Physik der TU Bergakademie Freiberg, folgte Prof. Dirk C. Meyer im Jahr 2009 dem Ruf der Bergakademie zur Übernahme dieser Professur. Thematisch stehen seither oxidische Verbindungshalbleiter bzw. Dielektrika, die häufig strukturelle Verwandtschaft zur Perowskitstruktur aufweisen, im Fokus, wobei die in dieser Materialklasse auftretenden Kopplungsphänomene besonders gewürdigt werden. Durch Einwerbung von Drittmitteln wurde die Infrastruktur der Arbeitsgruppe und des Instituts insbesondere im Hinblick auf die Synthese und Charakterisierung dünner Schichten stark ausgebaut. Die direkte Anbindung an das Zentrale Reinraumlabor der TU Bergakademie Freiberg bildet eine ausgezeichnete Möglichkeit der Probenpräparation, die auch durch Investitionen von Seiten der Arbeitsgruppe ausgebaut wird. Als neue Methoden konnten auf diesem Wege die Atomlagenabscheidung und die Plasmaätzung im Reinraumlabor etabliert werden.

Seit dem Jahr 2010 ist Prof. Dirk C. Meyer gleichzeitig Prorektor der TU Bergakademie Freiberg sowie seit dem Jahr 2011 Institutsdirektor des Instituts für Experimentelle Physik. Prof. Dirk C. Meyer ist u. a. Leiter des BMBF-Verbundprojektes „CryPhysConcept“, das auf Grundlage der Kristallphysik Zukunftskonzepte für elektrochemische Energiespeicher entwickelt sowie Leiter der ESF-Nachwuchsforschergruppe „PyroConvert“, die auf die Bearbeitung pyroelektrischer Funktionsmaterialien für die Energie- und Stoffwandlung zielt. Seine bisherigen Arbeiten sind durch über 100 Publikationen in internationalen referierten Fachzeitschriften, Buchbeiträge und Herausgeberschaft sowie zahlreiche Patente und Patentanmeldungen dokumentiert. Im Juni des Jahres 2014 erschien das Buch „Review on Electrochemical Storage Materials and Technology“ (AIP Proceedings Vol. 1597, Herausgeber Dirk C. Meyer und Tilmann Leisegang).